ISE 2017

Gute Vibes am ersten Messetag

- Amsterdam | Ein Tag ISE ging am Dienstagabend vorbei. Eine durchgehend gut gestimmte Branche, die spürbar weiter wächst tummelt sich auf den Gängen. Wen haben wir getroffen, was wird erwartet – und was haben die Menschen erlebt? – Ein erstes Stimmungsbild. von Thomas Kletschke

Im RAI Messezentrum findet die 14. ISE statt (Foto: Integrated Systems Europe)

Im RAI Messezentrum findet die 14. ISE statt (Foto: Integrated Systems Europe)

Dienstag, der erste Messetag, war geprägt von angeregter Betriebsamkeit: Auf den Gängen und an den Ständen herrschte großer Auf- und Betrieb. Entsprechend waren die Mitarbeiter der Aussteller in ihre Arbeit eingespannt und hatten ihre engen Terminpläne einzuhalten. Von den befragten Integratoren und Wiederverkäufern war vermehrt zu hören, dass sie in diesem Jahr auf der Suche nach besonderen Lösungen für ihre Kunden seien. Diese gebe es immer noch zu finden. Und man benötige sie, um sich vom Wettbewerb abzugrenzen.

Dazu gehörte viel Lauf- und Such-Arbeit. Zudem zeichnet sich bei den Besuchern ab, dass sie wenn irgend möglich, länger als bislang zur ISE fahren, um die stetig wachsende Vielfalt erfassen zu können. Auch eine Rolle spielt in dem Zusammenhang, dass man versucht, mehr Endkunden mit zur Messe zu bringen – etwa um direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Herstellern oder Technologien anbieten zu können. Und, so zumindest die Hoffnung, danach erst über Preise zu diskutieren.

Im Vergleich zu den ISEs der Vorjahre ist auch das allgemeine Interesse an LED erneut spürbar gewachsen. Denn mehr Branchenteilnehmer als bislang suchen sich (und für ihre Kunden) hier die passenden (Indoor) Lösungen aus dem Angebot. Und manch einer der befragten Digital Signage Spezialisten will zudem mehr auf Audio schauen; pardon: hören. Hier sieht manch ein Dienstleister das Ende der „Stummfilm-Ära“ für bald gekommen.

Die Endkunden, die sich als solche zu erkennen geben, kommen – wie in den Vorjahren – aus den unterschiedlichsten Branchen. Neben Retailern sind Vertreter aus der Industrie und Corporate Kunden stark vertreten.

Der Dienstagabend endete wie in den Vorjahren mit zahlreichen Veranstaltungen der einzelnen Hersteller, die in der Stadt und Umgebung stattfinden. Hier hatte so manche dieser im gecharteten Bus beginnenden Tour allein vom Parkplatz des RAI bis zur Hauptstraße schon gut zehn Minuten zurückzulegen. Doch hier sind die Event-Profis der AV Industrie ebenso routiniert wie ihre Technikkollegen, indem sie vorausschauend und großzügig planen, um dann einen pünktlichen Beginn der jeweiligen Hersteller-Veranstaltung garantieren zu können, die – je nach Größe des Unternehmens und Art der Zusammenkunft – von Besuchen in kleineren Restaurants bis hin zu großen spektakulären Parties in außergewöhnlichen Locations reichen.

Manch einer der Busfahrer, die diese Einsätze fahren, setzte am Dienstagabend dabei auch auf kreative Fahr-Akrobatik. Eine resolute Busfahrerin blieb dabei ihrem vorherigen Berufsleben in der Armee treu: konsequente und nicht unhöfliche Ansagen zu den Fahrgästen („Anschnallen ist hier Pflicht“), vorausgehende Hinweise, dass man nachher rückwärts in eine lange, enge Sackgasse fahren werde, sportliche Manöver auf der Kreuzung und ein klares 3:0 beim Wortgefecht mit einem entgegenkommenden fluchenden Taxifahrer. Auch hier: alle blieben heile, kamen rechtzeitig und gesund an – und freuen sich auf die folgenden Tage der ISE 2017.

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