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Nach Mobile kommt künstliche Intelligenz

- Der Geschäftsführer der österreichischen Kreativagentur Tunnel23 ist überzeugt: künstliche Intelligenz verändert den Werbemarkt. von Stefanie Schömann-Finck

Mitte 2016 stattete der britische Media Owner Ocean Outdoor erste Werbeflächen mit Vehicle Recognition aus und individualisierte so die Botschaften (Bild: Ocean Outdoor)

Nach Mobile werde künstliche Intelligenz für die Werbebranche der nächste große Schritt sein. Denn sie vereinfache die Kommunikation mit den Kunden und individualisiere Werbebotschaften.

„Sich in der Werbung nicht mit Artificial Intelligence zu befassen, ist grob fahrlässig“, sagte Tunnel23-Geschäftsführer Michael Katzlberger bei einer Veranstaltung des iab austria. Bereits heute habe jeder im Alltag mit ihr zu tun und künftig werde sie die wesentliche Grundlage für die Entwicklung neuer Technologien sein. Als konkrete Beispiele für bereits existierende Anwendungen führte Katzlberger die Gesichts- und Spracherkennung sowie Bots an.

Gesichtserkennung in der Außenwerbung ermöglicht es beispielsweise Menschen gezielt und persönlich anzusprechen. Selbst Stimmungen und Emotionen lassen sich bereits ermitteln.

In Österreich möchte Katzlberger noch in diesem Jahr die erste auf künstlicher Intelligenz beruhende Kampagne in der digitalen Außenwerbung einsetzen.

Zum Problem dabei könnten allerdings die strengen Datenschutzrichtlinien in Europa werden, da die benötigten Technologien Aufzeichnungen nutzen, um automatisiert ihr Wissen zu erweitern. Trotzdem zeigt er sich überzeugt: künstliche Intelligenz sei „die wichtigste Erfindung der Menschheit – noch vor dem Feuer und dem Auto“.

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