Digital Signage Branche Nordics

ZetaDisplay verdoppelt Gewinn

- Der vornehmlich im nordeuropäischen Raum tätige Anbieter ZetaDisplay hat das Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Auch in diesem Jahr soll die Expansion der börsennotierten Firma weitergehen – durch Übernahmen und aus eigener Kraft. von Thomas Kletschke

Digital Signage Umsetzung fuer Alko in Finnland (Foto: ZetaDisplay)

Digital Signage Umsetzung für Alko in Finnland (Foto: ZetaDisplay)

Das „Rörelseresultat“ rollt richtig. Denn beim Betriebsergebnis hat ZetaDisplay AB im Geschäfts- und Kalenderjahr 2016 starke Zahlen erzielt. Das bereinigte EBITDA wurde mehr als verdoppelt, von 9,1 Millionen Schwedische Kronen (SEK) im Jahr 2015 auf 18,7 Millionen SEK im Jahr 2016. Nach aktuellen Kursen betrug der aus den Geschäften des letzten Jahres resultierende Gewinn mehr als 1,9 Millionen Euro. Damit ist das Unternehmen auch in Euro beim profitablen Millionen-Business angekommen. Zur Info: Am 19. Mai beträgt der Wechselkurs 1 Euro gleich 9,77 Schwedische Kronen.

Das Jahr 2016 war das dritte Geschäftsjahr in Folge, in dem ein Gewinn erzielt wurde. Im Jahr 2014 hatte er noch bei 482.000 SEK gelegen. In den Jahren 2012 und 2013 hatte die 2003 gegründete Firma jeweils noch Verluste ausweisen müssen.

Durch den Kauf von Pronto TV im Geschäftsjahr 2016 ist das Unternehmen in den Märkten in Nordeuropa recht gut aufgestellt. Doch neben Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland ist ZetaDisplay auch in den baltischen Ländern sowie den Niederlanden aktiv. Bislang arbeitet man mit Teams in sieben Ländern. Von einer weiteren Expansion – etwa nach Deutschland – ist derzeit nichts zu sehen. Auszuschließen wäre sie aber nicht.

ZetaDisplay Lösung bei der schwedischen Möbelhaus-Kette MIO (Foto: ZetaDisplay)

ZetaDisplay Lösung bei der schwedischen Möbelhaus-Kette MIO (Foto: ZetaDisplay)

„Wir werden die Basis unserer Plattform in den Nordics erweitern und Skaleneffekte nutzen, um höhere Erträge und höhere Profitabilität im nächsten Jahr zu erreichen“, erklärt Firmengründer und CEO Leif Liljebrunn im auf Schwedisch erschienenen Jahresbericht. Dort gibt er auch den Kurs für 2017 bekannt: Ein durchschnittliches jährliches Wachstum um 25% sowie bis 2020 eine Erhöhung der EBIT-Marge um 15%.

Das Jahr 2016 hatte ZetaDisplay verschiedene Großaufträge beschert. So hat man Statoil als Kunden gewinnen können. Kurz vor Ende des Kalenderjahres wurde dann noch ein „Rahmenvertrag mit Finnlands führender Serviceorganisation für Flughäfen“ unterzeichnet. Damit dürfte Finavia gemeint sein. In den kommenden vier Jahren soll dieser Auftrag 8 Millionen SEK einbringen, von denen etwa ein Viertel im Dezember 2016 sowie im ersten Quartal 2017 erwartet wurden. Gegenstand des Vertrags ist die „Lieferung digitaler Systeme, Content Management Systeme, Inhalte und Software“.

Finavia und die Airline Finnair testen übrigens im Mai am Airport Helsinki ein Face Recognition System im Bereich Check-in, an dem 1.000 Testpersonen teilnehmen. Zumindest theoretisch könnte an dem Airport zu einem späteren Zeitpunkt auch der Einsatz von ZetaDisplays Lösungen zusammen mit Face Recognition Technologie einmal gewünscht sein, etwa im Bereich der Digitalen Außenwerbung oder anderen Bereichen. DooH am Airport Helsinki ist die Domäne von Clear Channel, die im vergangenen Jahr dort auch zwei große LED Videoboards installieren ließen.

In den von Hotvedt Drift betriebenen Tankstellen in Norwegen sind jeweils zehn bis 20 Digital Signage Screens installiert (Foto: ZetaDisplay)

In den von Hotvedt Drift betriebenen Tankstellen in Norwegen sind jeweils zehn bis 20 Digital Signage Screens installiert (Foto: ZetaDisplay)

Auch wenn die Aufträge für ZetaDisplay nicht mit diesem Piloten und der Digitalen Außenwerbung am Airport Helsinki zu tun haben sollten: Der Airport Helsinki will bis 2020 weiter expandieren; dann sollen jährlich 20 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Seit 2014 wird modernisiert, von der Lounge bis zu den Flight Information Display Systems (FIDS). Finnland profitiert unter anderem von der wachsenden Nachfrage nach schnellen Verbindungen nach Asien. Auch andere Flughäfen des Landes dürften sich an den dort geplanten oder bereits installierten Technologien zumindest orientieren.

Im Bereich Retail hat ZetaDisplay mit der Einzelhandelskette HEMA zuletzt weiter gute Geschäfte gemacht, für die man seit einiger Zeit tätig ist. Neben Installationen in den Niederlanden wurden im Jahr 2016 auch in Belgien Stores mit der Technologie aus Schweden ausgestattet.

Zu den größeren bekanntgewordenen Aufträgen aus dem Jahr 2017 zählen der 8 Millionen SEK schwere Vertrag mit einem nicht genannten internationalen Kunden aus dem Bereich Außenwerbung, für dessen LED Screens im norwegischen Oslo die Tochter Pronto TV in den kommenden fünf Jahren Dienstleistungen erbringen wird. Außerdem hat die neue Tochter im ersten Quartal 2017 eine Vereinbarung mit einer norwegischen Einzelhandelskette über die Lieferung eines Digital Signage Systems getroffen, die mit 5 Millionen SEK bewertet wird.

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