Technologie

Otto testet smarte Produkt-Assistenten auf NFC-Basis

- Mit einem erneuten und bis Herbst dauernden Test will Versandhändler Otto seine Onlinekunden mittels Near Field Communication, kurz NFC mit weiteren Services an sich binden. Damit möchte das Unternehmen Vorteile aus dem stationären Handel in die Onlinewelt übertragen. von Thomas Kletschke

Viereckiger Otto Produkt-Assistent auf einer Küchenmaschine (Foto: Otto Group)

Viereckiger Otto Produkt-Assistent auf einer Küchenmaschine (Foto: Otto Group)

Omnichannel ohne eigene Ladenlokale: Lediglich im Web ist otto.de unterwegs. Und möchte als Versandriese doch die Annehmlichkeiten aus dem stationären Handel zumindest teilweise in die Onlinewelt übertragen, ohne dass sich Kunden deswegen mit nervenden Chatbots unterhalten müssen.

Den Weg dazu schlägt man über das Smartphone des Kunden sowie NFC-Tags ein. Ähnlich wie bei den Dash Buttons von Amazon wird dazu ein kleiner Aufkleber auf Produkte aufgeklebt – etwa eine Kaffeemaschine – und via NFC mit dem Smartphone verbunden. Nach der über Funk erfolgten Verbindung öffnet sich eine Service-Website mit den wichtigsten Informationen rund um das mit dem Produkt-Assistenten verbundene Gerät. Auch Zusatzartikel können so schnell und einfach bestellt werden. Kunden, die kein NFC-fähiges Gerät besitzen, nutzen den Produkt-Assistenten über die auf dem Aufkleber aufgedruckte URL.

Mehrere zehntausend Kunden werden deutschlandweit den Produkt-Assistenten ab Mai 2017 für ausgewählte Waschmaschinen, Küchenmaschinen, Geschirrspüler, Notebooks und Kaffeevollautomaten testen. Im Rahmen des Tests werde auf erklärungsbedürftige Sortimente gesetzt, die sich die Kunden während des ersten Testlaufs im Jahr 2016 gewünscht hätten, erklärte der Versandhändler. Zusätzlich zu Bedienungsanleitungen und Co. wird der Produkt-Assistent den Content der Lifestyleblogs von Otto nutzen. So werden etwa Tipps und Tricks zum Thema Waschmaschinen aus einem eigenen Ratgebermagazin genutzt.

Der umfangreiche Test ist bis Herbst 2017 angesetzt. Danach wird über einen möglichen Roll out des Produkt-Assistenten entschieden.

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