Digitale Außenwerbung

See, click and buy – Start-up versucht neuen Ansatz

- Das Berliner Start-up OmniMundus bringt die Inhalte vom DooH-Bildschirm direkt aufs Smartphone. Der DooH-Markt erhält damit nicht nur einen neuen Impuls, sondern seit langem einmal wieder einen Zuwachs. von Stefanie Schömann-Finck

Der Gründer des DooH-Neulings: der 31-Jährige David Pain (Foto: OmniMundus)

Das Prinzip von OmniMundus ist dabei ganz einfach: Die gesehenen Inhalte sind sofort auch auf dem eigenen Handy verfügbar. Die Nutzer können das beworbene Produkt zum Beispiel gleich kaufen oder eine gezeigte Nachricht weiterlesen – ohne sich eine App zu installieren oder einen Code einzulesen. Digitale und analoge Welt, so beschreibt es OmniMundus, würden verschmelzen.

Dahinter steckt das Kompaktsystem omni.vision, das aus einem Display und Minicomputern besteht, die wiederum über 20 verschiedene Datentransferlösungen steuern. OmniMundus vertreibt ab sofort seine interaktiven Werbebildschirme und zielt dabei vor allem auf eine Nutzung in Innenbereichen ab, in denen die Kunden länger als zwei Minuten Wartezeit haben. Also zum Beispiel an der Kasse oder im Wartezimmer beim Arzt.

„Die Verknüpfung mit den mobilen Endgeräten liefert Informationen über Standort, Zielgruppe und Verweildauer der potentiellen Kunden“, sagt Gründer David Pain, „dies ermöglicht zum ersten Mal die Mikro-Planung von Werbung und liefert Werbenden handfeste Belege über die Wirkung ihrer Werbung, die weiter genutzt werden können, um Werbestrategien zu verfeinern.“

Überzeugen soll aber auch der Preis von einem Cent pro zehnsekündigem Werbespot. Laut Medienberichten stattet OmniMundus nach einjähriger Vorbereitungszeit nun einige Spätis und Arztpraxen in Berlin aus. Das Ziel sei es, große Supermarktketten zu gewinnen und bis Jahresende ein Netzwerk mit mehreren hundert Screens aufzubauen.

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