DooH Deutschland

Bis Ende 2025 keine Screens auf Frankfurts Straßen

- Ein aktueller Fall zeigt: Frankfurt am Main ziert sich bei der Einführung von DooH Screens auf öffentlichem Grund. Dies wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. von Thomas Kletschke

Weitgehend Screen-frei – Einkaufsmeile Zeil (Foto: Stadt Frankfurt am Main / Karola Neder)

Frankfurts Einkaufsmeile auf der Zeil ist weitgehend Screen-frei (Foto: Stadt Frankfurt am Main / Karola Neder)

Auch noch in den kommenden Jahren wird die Stadt Frankfurt am Main keine DooH-Screens auf ihren Straßen dulden. Screens auf privatem Grund sind möglich. Und so gibt es in den Shopping Malls sowie auf der Zeil und in anderen sehr guten Innenstadtlagen natürlich DooH-Screens, die im Werbe-Einsatz sind. Der Airport und der Bahnhof bieten ebenfalls digitale Screens als Medien an.

Will ein Werbungtreibender dagegen auch direkt auf den gut frequentierten Straßen die Passanten erreichen, kann er dies zwar in zahllosen anderen deutschen Großstädten, aber nicht in Frankfurt am Main.

Kürzlich sorgte diese Reglementierung für Ärger: Die in Köln ansässige Agentur ep communication GmbH wollte eine bundesweite DooH-Kampagne für einen Kunden aufsetzen, bei der in diversen Städten, darunter Frankfurt, auch auf öffentlichen DooH-Screens geworben werden sollte. Die Werber attestieren der Stadt am Main, sie „renne gerade mit offenen Augen ins digitale Verderben“.

So weist ep communication auch auf die aktuelle Außenwerbe-Ausschreibung der Stadt Frankfurt am Main hin. In vier Losen werden dort die Rechte angeboten, die ab Januar 2018 und bis Ende Dezember 2025 gelten werden:

  • Los 1: Mega-Light-Anlagen, City-Light-/Argon-Säulen, City-Light-Poster-Vitrinen
  • Los 2: Großflächen, Plakatsäulen
  • Los 3: Gewerbehinweisanlagen, Uhrensäulen
  • Los 4: Wechselrahmen A1 für Plakatwerbung an Schaltschränken (Moskitorahmen)

Damit wird Frankfurt am Main noch gut acht Jahre DooH-frei bleiben, wenn es um den öffentlichen Raum geht. Und Veränderungen wird es erst in einigen Jahren geben können. Das geht auch aus einem Bericht von Horizont.net hervor. Das Fachmedium hatte bei der Stadt zu dem Fall und den Vorwürfen von ep communication nachgefragt.

Bis zu einer Folgeausschreibung werde die Stadt Frankfurt ein fundiertes Konzept zur Frage von künftigen digitalen Werbemöglichkeiten erarbeiten, so ein Sprecher. In dieses würden auch die dann gegebenen Erfahrungen anderer Städte einbezogen. Außerdem werde in der Zwischenzeit entschieden, ob es eine gemeinsame Ausschreibung mit der Nahverkehrsgesellschaft geben soll.

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