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Börsen-Attacke auf Ströer hat juristisches Nachspiel

- Nachdem der börsennotierte Außenwerber Ströer 2016 Ziel einer Leerverkaufs-Kampagne durch einen US-Hedgefonds wurde, ermittelt nun die Frankfurter Staatsanwaltschaft. von Thomas Kletschke

Zentrale von Ströer in Köln (Foto: Ströer)

Zentrale von Ströer in Köln (Foto: Ströer)

Im April 2016 startete um Ströer eine Schlammschlacht, die im August des selben Jahres ihre Fortsetzung fand: Das US-Finanzunternehmen Muddy Waters warf Ströer in einem langen Bericht vor, in der Vergangenheit die eigene Situation zu positiv dargestellt zu haben.

Grund der Attacke: Muddy Waters wollte von sinkenden Kursen profitieren – und sorgte für Wirbel, Ärger und Kursverluste, in geringerem Umfang wiederholte sich das Spiel dann im Spätsommer 2016.

Wie das Wirtschaftsmagazin Capital jetzt berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt ein Ermittlungsverfahren wegen Marktmanipulation eröffnet. Entsprechende Informationen des Wirtschaftsmagazins bestätigte die Staatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage. Zuvor hatte die Finanzaufsicht Bafin eine entspreche Untersuchung abgeschlossen und an die Ermittlungsbehörden übergeben.

Laut Capital lehnte ein Sprecher von Muddy Waters eine Stellungnahme ab und verwies darauf, keine Kenntnis von einem Ermittlungsverfahren zu haben. Auch Ströer selbst wollte dem Magazin zufolge zum Sachverhalt keine Stellung beziehen.

Weder die Staatsanwaltschaft Frankfurt noch die Finanzaufsicht Bafin wollten laut Capital zudem Auskunft darüber geben, gegen wen sich das Ermittlungsverfahren richtet.

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