Außenwerbung Deutschland

G20-Krawalle – keine negativen Auswirkungen für WallDecaux

- Nach den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel um Hamburg hat Media Owner WallDecaux nur wenige Schäden an CLPs in der Schanze und auf St. Pauli zu beheben. Digitale Screens waren gar nicht betroffen. von Thomas Kletschke

DooH Screen von JCDecaux in Hamburg (Foto: JCDecaux)

DooH-Screen von JCDecaux in Hamburg (Foto: JCDecaux)

Bekanntlich kam es am vergangenen Wochenende in einigen Hamburger Stadtvierteln zu größeren Ausschreitungen und Zerstörungen rund um den G20-Gipfel: zerstörte Geschäfte, eingeschmissene Schaufensterscheiben und ausgebrannte Autos gehörten zu den Sachschäden, die insgesamt zu beklagen waren.

Vor allem für Privatleute sowie kleine Händler stellt dies durchaus ein finanzielles Risiko dar, da viele Versicherungen gegebenenfalls nicht oder nur in Teilen einspringen werden – im Vorfeld hatte die Bundesregierung 2017 auf eine Extra-Versicherung verzichtet, berichtete in dieser Woche die Süddeutsche Zeitung, obwohl die Regierung bei G7-Gipfel im Jahr 2015 eine solche Versicherung noch abgeschlossen hatte, der nicht in einer Großstadt, sondern auf dem platten – respektive bergigen – Land stattgefunden hatte.

Wie steht es aber um die Werbeanlagen? Ein Foto hatte einige Werbungtreibende aufgeschreckt: Es zeigte eine zerstörte CLP-Werbeanlage von WallDecaux am Schulterblatt. Können nun Werbekampagnen nicht ausgespielt werden, sind gar auch teure DooH Screens zerstört worden und müssen ersetzt werden? – Die invidis Redaktion hat beim Media Owner nachgefragt. Die deutsche Tochter des weltgrößten Außenwerbers JCDecaux gibt Entwarnung.

Alle digitalen Werbeanlagen sind unbeschädigt geblieben. Genau genommen waren sie vor Vandalismus besser geschützt als sonst, da sie in der „Roten Zone“ lagen, zu der so gut wie niemand Zutritt hatte. Damit waren die DooH-Screens am Jungfernstieg sowieso nicht betroffen, so das Unternehmen.

In der Schanze und auf St. Pauli gab es beschädigte CLPs: Glasbruch und Co. Diese Schäden wurden aber bis Mittwoch dieser Woche schon beseitigt. Im Vorfeld hatte man beim Unternehmen solche Schäden schon antizipiert, heißt es. Schließlich gibt es immer wieder Beschädigungen nach Großveranstaltungen, wie Erfahrungen in Hamburg sowie anderen Großstädten wie Leipzig und Berlin zeigen. Entsprechend hatte sich der Media Owner darauf eingestellt und einen Reparaturtrupp zusammengestellt, der aus lokalen Mitarbeitern sowie deren Kollegen aus Dresden, Berlin und Leipzig bestand.

Auf die laufenden Kampagnen hätten die Krawalle keine Auswirkungen, so eine Sprecherin auf Nachfrage. Kunden des Außenwerbers hätten damit keine negativen Folgen zu befürchten.

Bleibt noch die Frage: Wer zahlt die Schäden? Dies müsste mit der Versicherung noch abgeklärt werden, heißt es. Wir werden berichten  …

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