Digital Signage Summit Europe 2017

7 disruptive Trends, die Digital Signage und DooH für immer verändern werden

- Beim Digital Signage Summit 2017 wurden sieben wichtige Trends behandelt, die die Branche nachhaltig verändern werden. Die invidis-Bilanz nach zwei Tagen Konferenz. von Thomas Kletschke

Eine Consumer Technologie die auch DS verändern wird – Apple setzt inzwischen stark auf AR (Foto: Apple)

Eine Consumer Technologie die auch DS verändern wird – Apple setzt inzwischen stark auf AR (Foto: Apple)

Auf den Panels und in den Vorträgen sowie bei den Gesprächen untereinander haben die Teilnehmer des elften Digital Signage Summits (DSS) sich über die wichtigsten Trends in der Branche ausgetauscht. Einige Entwicklungen dürften so disruptiv sein, dass sie auch darüber entscheiden, wer in den kommenden Jahren weiterhin erfolgreich sein kann:

  • Konsolidierung geht weiter.
    Weiterhin wird die Digital Signage Branche und der Bereich Digital-out-of-Home weltweit wachsen. Viele Projekte werden internationaler und komplexer, der Kapitalbedarf steigt und die Suche nach qualifizierten Experten wird die Branche ebenfalls weiter begleiten. Große und sehr große Firmen werden weiter Ausschau nach Übernahmekandidaten halten. Internationale Player setzen nach wie vor auf einen Marktstart in attraktiven Märkten wie DACH. Kleinere Anbieter, die erfolgreich bleiben wollen, setzen weiterhin auf Spezialisierung und Services.
  • Digital Signage-Projekte werden immer seltener als Insel-Lösungen gefragt sein.
    Weiterhin befindet sich vor allem die Handels-Welt auf dem Weg hin zu Omnichannel. Damit wird Digital Signage Teil eines umfassenden Mixes aus digitalen Tools. Entsprechendes gilt für die DooH-Welt.
  • Das Display wird zum Digital Canvas.
    Galt bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch die Devise „Überall wird es Screens geben“, muss es nun lauten: „Nicht jede Oberfläche wird zum Bildschirm, aber alles kann zum  Display werden“.
  • Starker Trend hin zu AR bemerkbar.
    Der Trend zum Digital Canvas hat auch mit dem Trend zu Augmented Reality (AR) zu tun. Sprich: Im Extremfall ist die Bewegtbildkommunikation von morgen eine mehr oder weniger rein auf Software und Kreation beruhende Kommunikation.
  • LCD verschwindet von Teilen des Marktes.
    Nicht nur durch AR (oder Virtual Reality) werden bislang noch junge und nicht zwingend an große Screens gebundene Medien Einzug erhalten, auch bei den Screen-Technologien sind mit OLED und vor allem mit LED zwei wichtige neue Konkurrenten erstarkt. In Zahlen: LED Narrow Pixel Pitch (NPP) wird den Video Wall-Markt stark verändern. Für große Video Walls gilt inzwischen schon: „Bezel zwischen den Screens, möchte ich nicht“. Bereits 2016 lag der Market Share für LED NPP bei 27%. Schon 2020 wird er bei 44% liegen. Dann wird er auch für nahezu ein Drittel (32%) des Volumens liegen.
  • Die Bedürfnisse der Kunden rücken weiter in den Vordergrund.
    Speziell im Markt Retail, generell in anderen vertikalen Märkten ebenfalls, werden die Bedürfnisse der Business-Kunden noch mehr in den Fokus geraten. Digital Signage ist nach wie vor kein Selbstzweck. Und so mancher Händler hat sich in der Vergangenheit schon die Finger beim Thema verbrannt – nahezu ausschließlich mit Insel-Lösungen.
  • Agile Verfahren erhalten Einzug.
    Digital Signage lernt inzwischen von anderen Bereichen wie der Software-Entwicklung. Gefragt sind jetzt agile Methoden, um schnell mittels „Test and Learn“ zu Ergebnissen zu kommen, die ständig weiterentwickelt und verbessert werden. Dadurch werden große Mega-Roll outs weniger wichtig. An Bedeutung gewinnen stattdessen kleinere Roll-outs, bei denen die stetige Optimierung gewährleistet wird. Hintergrund hier ist, dass Innovationen derzeit immer schneller auf den Markt kommen und sich auch das Medienverhalten von Endkonsumenten immer schneller verändert. Zugespitzt gesagt: Es gibt dann auch keinen Store of the Future mehr. Als Beispiel für den Trend könnte man Windows 10 nehmen, bei dem nicht ein großes Release das Besondere ist (wie bei den vorhergehenden Betriebssystemen), sondern monatliche Releases erfolgen.

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