Außenwerbung Deutschland

Out-of-Home-Werbung wächst weiter stark

- Keine Spur vom „Sommerloch“: Unter den Wachstumstreibern der Medienbranche ist Außenwerbung jetzt die klare Nummer 2 nach TV, der Marktanteil steigt auf 6,7 %, meldet der Fachverband Außenwerbung (FAW). von Thomas Kletschke

Werbeträger – Megalight in Köln (Foto: Ströer)

Werbeträger – Megalight in Köln (Foto: Ströer)

Der FAW verweist auf aktuelle Zahlen von Nielsen. Diese zeigen, dass die Außenwerbung in Deutschland schon fast außer Konkurrenz läuft. Mit 5,6 % Umsatzzuwachs setzt sich Out-of-Home auch in diesem Jahr deutlich vom bislang schwach wachsenden Gesamtmarkt (plus 1 %) ab. Während die Medien von Januar bis Juli 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt rund 164 Millionen Euro an Bruttoumsatz hinzugewinnen, steigen die Spendings allein für Out-of-Home in diesem Zeitraum um mehr als 59 Millionen Euro und damit um den zweithöchsten Betrag im Gesamtmarkt. Lediglich der große Mitbewerber Fernsehen schneidet mit einem Plus von 120 Millionen Euro besser ab, alle anderen Medien bleiben weit zurück.

Das hervorragende Ergebnis von Out-of-Home im bisherigen Jahresverlauf führt zu einer erneuten Steigerung des Marktanteils auf 6,7 % (2016: 6 %). Der Vorsprung gegenüber Radio wird ausgebaut, der Abstand zu Online deutlich verringert. So lautet die Bilanz des aktuellen Werbetrends von Nielsen Germany zu den Bruttowerbespendings 2017.

„Megatrends wie die zunehmende Urbanisierung und Mobilität der Menschen sind unbestreitbare Fakten, mit denen eine kontinuierlich steigende Relevanz von Out-of-Home für die Ansprache der Konsumenten einher geht“, sagt Jochen C. Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbands Außenwerbung (FAW). Dieser Zusammenhang fließe immer häufiger in die Mediastrategien der Werbung treibenden Wirtschaft und der Agenturen ein.

„Ein Beleg dafür ist auch, dass das früher so oft zitierte Sommerloch im Werbeumsatz nicht existiert, zumindest nicht in der Außenwerbung“, erklärt Gutzeit weiter. „Von Mai bis Juli weist Out-of-Home überdurchschnittliche Zuwachsraten zwischen 6 % und 9 % aus – weil unser Medium dort ist, wo die Menschen sind, auch und gerade in den Sommermonaten.“

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