Russland

Putin setzt auf einheimische Software – Auswirkungen auf Digital Signage?

- Der russische Präsident Putin hat am Freitag auf einem russischen IT-Gipfel die Nation aufgefordert, ausländische Software durch eigene Lösungen zu ersetzen. Einige Anbieter wie LinkedIn sind bereits verboten. Welche Auswirkung hat das für die Digital Signage-Industrie? von Florian Rotberg

Shopping Center in Moskau (Foto: invidis)

Shopping Center in Moskau (Foto: invidis)

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende berichtete, sollen russischen Unternehmen ausländische Softwarelösung durch einheimische ersetzen. In einigen strategisch wichtigen Branchen sollen zukünftig nur noch einheimische Software eingesetzt werden. Auch wenn zuerst nur das Militär und die Energiebranche genannt wurde, wächst der Druck auch in politisch bedeutenden Branchen wie Banken oder Transport auf einheimische Lösungen zu setzen.

Wir schätzen zurzeit den Einfluss auf die Auswahl von Digital Signage CMS-Lösungen als gering ein. Allerdings wird es zunehmend schwerer, westliche Webservices zu implementieren. Lösungen des russischen Internetriesen Yandex bieten sich als Alternative für viele westliche Cloud-basierte Helfer an.

Im Allgemeinen hat sich der russische Markt 2017 nach vielen Jahren wieder positiv entwickelt. Nicht nur erwartet die Weltbank ein Ende der Rezession, sondern hat insbesondere die Nachfrage nach Digital Signage und DooH-Lösungen im ersten Halbjahr spürbar angezogen.

Eine gute Möglichkeit, den russischen Markt und Russlands System-Integratoren kennenzulernen, ist die kommende DSS Russia am 31. Oktober. Die Teilnahme ist wie bei allen DSS-Infocomm Partnerveranstaltungen kostenlos (Ausnahme Infocomm Show).

DSS Russia 2017 (Quelle: ISR)

DSS Russia 2017 (Quelle: ISR)

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