Außenwerbung Deutschland

Kampagne zum Welt-AIDS-Tag gestartet

- Am 1. Dezmber 2017 ist Welt-AIDS-Tag. Wie in den Vorjahren startete deshalb nun eine große Informationskampagne, die online sowie in Medien der Außenwerbung läuft. von Thomas Kletschke

Motiv der aktuellen HIV-Kampagne zum Welt-Aids-Tag (Foto: BZgA)

Motiv der aktuellen HIV-Kampagne zum Welt-Aids-Tag (Foto: BZgA)

Die Kampagne zielt deshalb darauf ab, mit bundesweiten Plakaten und Informationsangeboten Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV als Ursache von Diskriminierung abzubauen.

Zum Kampagnenstart sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Deutschland gehört dank der erfolgreichen Präventionsarbeit und der guten Behandlung zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa. Diese Anstrengungen müssen kraftvoll fortgesetzt werden mit dem Ziel, die Zahl der Ansteckungen weiter zu senken.“

Bei allem Optimismus gehört die weitere Aufklärungsarbeit zu einer wichtigen Aufgabe der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Deren Leiterin Dr. Heidrun Thaiss verwies bei der Vorstellung darauf, dass auch hierzulande immer noch Menschen an AIDS sterben. „Rund 1.200 Menschen erfahren jedes Jahr erst von ihrer HIV-Infektion, wenn sie bereits das Vollbild der Erkrankung beziehungsweise einen schweren Immundefekt haben. Oft gehen Menschen zu spät oder gar nicht zum Arzt, weil sie Angst haben, bei einer entsprechenden Diagnose von anderen ausgegrenzt zu werden“, erklärte Thaiss.

Björn Beck vom Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe betonte: „Es wird Zeit, dass in der Öffentlichkeit deutlich wird: Menschen mit HIV können heute bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie leben wie andere Menschen auch. Das gilt für alle Lebensbereiche: Es gibt keine Einschränkungen im Beruf oder in der Freizeit. Dank der Schutzwirkung der HIV-Medikamente können HIV-Positive und ihre Partnerinnen und Partner ohne Angst ihre Sexualität genießen und sogar auf natürlichem Wege Kinder zeugen und zur Welt bringen.“

Noch immer wissen viele Menschen nicht, dass mittlerweile dank einer verbesserten medizinischen Versorgungslage ein weitgehend normales Leben mit HIV möglich ist. Viele haben aus Unkenntnis Ängste und wissen nicht, dass HIV im normalen Umgang von Menschen im Beruf, im Alltag und in der Freizeit nicht übertragen wird. Ziel der gemeinsamen Informationskampagne des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) und der Deutschen Aids-Stiftung (DAS) ist es daher, Unsicherheiten gegenüber Menschen mit HIV abzubauen.

Im Mittelpunkt der bundesweiten Kampagne stehen drei Personen mit HIV: Lillian (46), Christoph (31) und Henning (32). Sie zeigen, dass man mit HIV ein normales Leben führen und ohne Ängste zusammen leben kann. Lillian fragt: „Gegen HIV hab ich Medikamente. Und Deine Solidarität?“ Henning fügt hinzu: „Mit HIV kann ich alt werden. Noch Fragen?“ Christoph motiviert mit der Botschaft: „Mit HIV kann ich leben. Weitersagen!“

Die Plakatmotive werden durch Onlineangebote und Aktionsmaterialien ergänzt. Die Gemeinschaftskampagne wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. und dem Fachverband Außenwerbung e.V. (FAW).

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