Signage Sunday

Samsung beendet Small Signage und EDEKA entledigt sich Digital Signage

- Signage Sunday berichtet über die kleinen und großen Ereignisse der Digital Signage-Woche. Mit diesem neuen Feature blicken wir auch über den Tellerrand hinaus und beleuchten Trends und Drivers jenseits von 16:9-Signage. Signage Sunday heute. von Florian Rotberg

Digital Signage im Deutschen Museum (Foto: invidis)

Digital Signage im Deutschen Museum (Foto: invidis)

Für Marktbeobachter ist es wohl nicht wirklich eine Überraschung – Samsung beendet in Nordamerika das Thema Small Signage (Bericht 16:9). Es ist somit anzunehmen, dass auch in Europa die Tage von Small Signage bei Samsung gezählt sind. Das Geschäft mit Display-Sondergrößen erwies sich als zu kleinteilig und schwierig. Das Brot-und-Butter-Geschäft in Digital Signage sind professionelle Displays zwischen 40“ und 60“ im Seitenverhältnis 16:9.

Alles jenseits der Norm weckt Ideen, aber lässt sich kaum in größeren Stückzahlen verkaufen. Und große Stückzahlen sind notwendig, insbesondere bei Factory-Driven Displayanbietern wie Samsung und LG. Jetzt trifft es mal wieder zwei von Samsungs Hoffnungsträgern: die Small Displays 10,5/21,5 und die bereits schonmal abgekündigten und nun dann wiederbelebten Quadrat Displays.

Die Phantasien waren groß, kleine professionelle Displays dort wo Consumer Tablets nicht ausreichen. Warum wurden kleine professionelle Displays zum Ladenhüter? Die Gehäusetiefe war im Vergleich zu Consumer Tablets zu groß, die Touch-Funktionalität ließ jeglichen Joy-of-Use vermissen. Auch die Stromversorgung über LAN konnte Small Signage wohl nicht retten.

Wir von invidis glauben an Small Signage – allerdings nicht in Form von LCD sondern von ESL. Der Markt fragt zunehmend nach ESL-Lösungen und Samsung Electronics, LG, Panasonic und viele andere stehen in den Startlöchern. Dort treffen sie aber auf etablierte Experten wie SES Imagotag (FR/AT) oder Pricer (SE). Es wird spannend zu beobachten, wie die großen Displayanbieter sich am ESL-Markt positionieren. Durch Übernahme oder intelligente Konzepte?

EDEKA Zentral (Foto: EDEKA)

EDEKA Zentral (Foto: EDEKA)

EDEKA hat die Übernahme von Tengelmann und Kaisers deutschlandweit so gut wie abgeschlossen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die rot-goldenen Logos wurden mehrheitlich durch blau/gelbe ersetzt. Seit Juli wurden 14 Märkte pro Woche in Bayern umgerüstet und ladenbautechnisch auf EDEKA-Standard gebracht.

Mit der Umflaggung verschwanden aber auch die bisherigen Digital Signage-Installationen aus den Supermärkten. Jedenfalls ist in München nicht mehr viel von Signage Stelen, Displays in der Obst- und Gemüseabteilung zu sehen. Aus Branchensicht ein Rückschritt – denn Digital Signage im Lebensmitteleinzelhandel kann dank der hohen Kundenfrequenz eine erfolgreiche Kommunikations-Plattform sein.

Digital Signage vodafone Flagship München (Foto: invidis)

Digital Signage vodafone Flagship München (Foto: invidis)

Vodafone heißt jetzt vodafone – doch neben der neuen Kleinschreibung hat der britische Telekommunikationsriese an diesem Wochenende weltweit ein Rebranding gestartet. Durch die neue CI (flat design) und den neuen Claim (The future is exciting. Ready?) müssen nun tausende von Stores bzw. PoS umgestaltet werden. Nach drei Monaten will vodafone 80% aller Touchpoints umgerüstet haben, meldet Horizont in einem Artikel zum Rebranding.

Am Samstag zur Einführung des Rebrandings war der Content auf den digitalen Touchpoints (Videowalls, Screens) bereits angepasst. Auch gedruckte Poster und die Logos an Münchens Flagshipstore entsprachen schon dem neuen CI. Hier zeigt sich mal wieder der Vorteil von Digital Signage: weltweit auf Knopfdruck Content verändern.

Und natürlich auch noch ein paar Zeilen zum Aufmacherfoto Deutsches Museum: Das weltweit bekannte Technikmuseum wird seit vielen Jahren grundlegend saniert. Somit werden auch die einzelnen Ausstellungen komplett erneuert. Das Ende der Röhrenfernseher rückt näher – einen ersten Blick in die Zukunft bietet schon der Ausstellungsbereich Energie.Wenden. Die Sonderausstellung zeigt, wie moderne Experiences auch in technischen Museen in Europa realisiert werden können. Ein Besuchstipp für alle Münchner und Besucher der bayerischen Metropole.

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