Signage Sunday

160 Zeichen veränderten die Welt – Happy Birthday, SMS

- Signage Sunday heute: Vor genau einem Vierteljahrhundert startete der Siegeszug der SMS. Warum das Format noch lange nicht tot ist. von Thomas Kletschke

Als die Phones noch nicht smart waren – Handy von Nokia (Foto: Pixabay / hayabuzo)

Als die Phones noch nicht smart waren – Handy von Nokia (Foto: Pixabay / hayabuzo)

Signage Sunday berichtet sonntags über die kleinen und großen Ereignisse der Digital Signage-Woche. Mit dem neuen Feature blicken wir auch über den Tellerrand hinaus und beleuchten Trends und Diverses jenseits von 16:9-Signage. Signage Sunday heute.

Mit einem kurzen Weihnachtsgruß für den Kunden Vodafone fing alles an: Vor einem Vierteljahrhundert verschickte Neil Papworth die weltweit erste SMS, damals noch von einem Computer. Damit hatte der Techniker gezeigt, dass der Signalisierungskanal im Mobilfunk auch für die Text-Kommunikation von Endnutzern geeignet ist.

Für die Mobilfunker erwies sich, dass der erfolgreiche Versuch vom 3. Dezember 1992 eine durchaus respektable Einnahmequelle sein kann. Inzwischen haben Messaging-Dienste wie Telegramm oder WhatsApp der Kommunikationsform SMS den Rang abgelaufen. Doch auch heute noch werden zahlreiche SMSe verschickt. Im Jahr 2017 sollen es alleine in Deutschland 10 Milliarden SMS sein.

Zudem stellt die SMS mit einen der Vorläufer dessen dar, was heutzutage das Mobile Web ist. Längst sind die ursprünglich sehr sparsamen Formate für Websites wie .wap durch responsives Design abgeschafft. Und doch hat die SMS weiterhin ihren Zweck.

Im Mobile Banking werden TANs verschickt, in schwer zugänglichen Gebieten sind sie auch in professionellen Kontexten noch eine wichtige Möglichkeit, Inhalte zu versenden. Auch manches Digital Signage-System oder manche IoT-Installation oder vernetzte Industrieanlage kommuniziert noch via SMS nach außen.

Und, na klar: Die SMS ist auch ein Urahn von Twitter. Denn die Beschränkung auf 160 Zeichen sorgte für eine eigene Sprache, die im Digitalen Marketing ebenso eine Rolle spielt wie in der Schriftsprache.

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