Signage Sunday

Kathedrale für Collaboration – das Microsoft House Milano

- Signage Sunday heute: Ein Glaspalast mit Räumen für Start-ups, die eigenen Mitarbeiter und Besucher: In Mailand nutzt Microsoft an der Porta Volta seit diesem Jahr eine neue Zentrale – gespickt mit Videowalls, Collaboration Screens und AV-Technologie. Aber Achtung, das Haus hat einen Doppelgänger. von Thomas Kletschke

Das neue Microsoft House im Zantrumvon Mailand (Foto: Ayno)

Das neue Microsoft House im Zantrumvon Mailand (Foto: Ayno)

Signage Sunday berichtet sonntags über die kleinen und großen Ereignisse der Digital Signage-Woche. Mit dem neuen Feature blicken wir auch über den Tellerrand hinaus und beleuchten Trends und Diverses jenseits von 16:9-Signage. Signage Sunday heute.

Besprechungsraum mit Collaboration Screen von Microsoft (Foto: Ayno)

Besprechungsraum mit Collaboration Screen von Microsoft (Foto: Ayno)

Wer Microsoft Italia einen Besuch abstattet, sollte aufpassen, dass er die richtige Straßenseite gewählt hat. Denn sonst man steht vor der Tür der Fondazione Feltrinelli – die auf den linken Mailänder Verleger Giangiacomo Feltrinelli zurückgeht, der den Kapitalismus abschaffen wollte und 1969 mit seiner eigenen kleinen linksextremen Gruppe in den Untergrund ging, bevor er 1972 ums Leben kam (ob bei einem Unfall mit einem Sprengsatz oder anderen Umständen, ist bis heute unklar).

Wählt man diese Tür, ist man im heute noch existierenden Medien- und Kulturunternehmen, das von Carlo Feltrinelli geführt wird und jährlich gut 400 Millionen Euro umsetzt. Der Feltrinelli-Clan hat den Kapitalismus also nicht ganz abgeschafft. Neben eigenen Publikationen widmet man sich über die Feltrinelli-Stiftung aber der Erforschung sozialer Bewegungen. Ein riesiges Archiv und eine bedeutende Bibliothek findet sich im Haus an der Viale Pasubio Nr. 5 wieder.

Microsoft Milano – mit 36 Screens werden die Besucher begrüßt (Foto: Ayno)

Microsoft Milano – mit 36 Screens werden die Besucher begrüßt (Foto: Ayno)

Gegenüber befindet sich das Haus Viale Pasubio Nr. 21. Das gleicht dem im Dezember 2016 eröffneten der Feltrinelli Foundation von außen. Damit haben die Architekten des Basler Büros Herzog & de Meuron die Mailänder Tradiion der Gebäude-Zwillinge aufgegriffen, die sich auch an anderen Plätzen findet.

Das sind die äußerlichen Ähnlichkeiten. Aber die Innenausstattung könnte anders kaum sein. Denn Microsoft hat für die neue italienische Zentrale in Mailand auf eine durch AV-und IT-Technologie unterstützte Büro- und Arbeitsumgebung gesetzt, die einen virtuellen Empfang ebenso umfasst wie fortschrittliche Videokonferenz-Systeme. Für die Arbeit werden Collaboration Tools genutzt.

Videowall in 3x3 Matrix (Foto: Ayno)

Videowall in 3×3 Matrix (Foto: Ayno)

Alle Räume – unabhängig von ihrer Größev – wurden mit Audio-Video-Lösungen und Kollaborationstechnologien ausgestattet, um für interne und externe Arbeitsteams bessere Möglichkeiten zu bieten. Für Planung und Integration war der italienische Spezialist Ayno Audio Visual Solutions (Rom und Mailand) zuständig.

Installiert wurden 84-Zöller vom Typ Microsoft Surface Hub. Auch zahlreiche 27-Zöller von Samsung wurden für 35 Büros angeschafft. Die Collaboration-Umgebungen sind außerdem mit Samsung Smart Signage-Lösungen für bequeme und flexible Freigabe von Inhalten ausgestattet, auch über mobile Geräte.

Eine eindrucksvolle vertikale Videowand zeigt Ihnen schon am Eingang, dass Sie bei Microsoft sind. Die Video Wall aus Samsung Screens begrüßt und begleitet Besucher vom Erdgeschoss bis zum ersten Stock. Die Videowall von Ayno wurde aus 36 ​​Samsung Screens aufgebaut und misst 7 m x 4 m.

Surface Hub in einem Besprechungsraum (Foto: Ayno)

Surface Hub in einem Besprechungsraum (Foto: Ayno)

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