Professional Screens

Digitales Flip Chart – Samsung setzt auf neue Gerätekategorie

- Im Rahmen der CES 2018 zeigt Samsung ein digitales Flip Chart. Das Modell wurde ausgewählten Journalisten – u.a. invidis – in Deutschland auch schon vorab präsentiert. Unser erster Eindruck von Thomas Kletschke

Samsung macht den Flip Chart nun digital (Foto: Samsung)

Samsung macht den Flip Chart nun digital (Foto: Samsung)

Dezember 2017: In Frankfurt am Main informiert Samsung Journalisten aus Deutschland über verschiedene aktuelle Produkte aus den unterschiedlichen Konzernbereichen. Mit dabei eine Novität, deren Vorserienmodell getestet werden kann – und die durch ihre Einfachheit und Usability überzeugt: ein digitales Flip Chart, das auf den Produktnamen Samsung Flip WM55H hört.

Der WM55HM lässt sich vertikal und horizontal nutzen. Mit dem Modell will Samsung nichts weniger, als mit einer neuen Gerätekategorie im Markt Erfolg haben. Die Eigenschaften des Produktes rufen zudem danach, dass komplett neue Nutzergruppen und auch neue Channel-Partner das Gerät erwerben, respektive vertreiben dürften.

Im Gegensatz zu den zahlreichen Collaboration Screens, die diverse Hersteller im Portfolio haben, soll das digitale Flip Chart nicht wesentlich mehr als das können, was die mit Papier arbeitenden Flip Charts können: als Stütze für Meetings oder eigene Gedanken dienen. Am ähnlichsten ist dem neuen Produkt von Samsung noch der SMART kapp des US-Herstellers SMART.

Ganz ohne Interaktivität kommt Samsungs Flip Chart-Screen WM55H nicht aus: Das mit einem Ultra HD 55″ Screen arbeitende Gerät kann drahtlos im Firmen-Netzwerk genutzt werden. Eine Option, die nicht aktiviert werden muss – damit kann das Gerät auch sehr gut dort eingesetzt werden, wo neue Ideen in Ruhe und definitiv im kleinen Kreis besprochen werden sollen.

Die integrierte Screen Sharing-Funktionalität macht Flip-Inhalte auf angeschlossenen PCs, Smartphones und Tablets ohne Unterbrechung oder reduzierte visuelle Qualität verfügbar. Zum Zeitpunkt der Präsentation bezog sich die Kompatibilität bei den Mobile Devices auf die Android-Welt. Eine Möglichkeit, mit iOS-Geräten zusammenzuarbeiten, drüfte in Planung sein. Ebenso können Benutzer persönlich gespeicherte Inhalte auf den UHD-Screen importieren und neue Ideen in die Diskussion einbringen.

Der Test vor Ort zeigte: Das Gerät reagiert sehr schnell. Vor allem aber kann man das digitale Flip Chart auch ohne den zugehörigen Pen nutzen, um mit nahezu beliebigen Gegenständen auf dem Screen in verschiedenen Farben zu schreiben oder etwas markieren zu können. Auch das schnelle digitale Ausradieren wird von dem mit einer IR Touch-Technologie arbeitenden Display anstandslos durchgeführt. Wenn Besprechungen zu Ende sind, speichert der Screen den gesamten Inhalt sicher in einer zentralen Datenbank. Ein passwortbasiertes System sichert Besprechungsdetails und stellt sicher, dass nur zugelassene Benutzer auf die Informationen zugreifen können. Nach der Anmeldung können Meeting-Moderatoren und -Teilnehmer die vorgestellten Inhalte per E-Mail oder durch herkömmliches Ausdrucken herunterladen und teilen. Benutzer können außerdem Besprechungsnotizen auf einem USB-Laufwerk oder einer anderen externen Quellen speichern.

Charmant: Start und Nutzung sind so intuitiv, dass das Flip Chart auch von Nutzergruppen bedient werden kann, die mit digitalen Tools eher auf Kriegsfuß stehen. Das WM55H soll noch in diesem Monat weltweit gelauncht werden. Man kann von einem recht niedrigen Preis ausgehen, womit sich der digitale Flip Chart auch für Klein- und Kleinst-Unternehmen rechnen kann. Zukauf von Papier entfällt, eine große Integration und dauerhafte Pflege durch ein IT-Team entfällt ebenfalls.

Das WM55H ist auch gut für Nutzer geeignet, die mit digitalen Tools ihre Probleme haben (Foto: Samsung)

Das WM55H ist auch gut für Nutzer geeignet, die mit digitalen Tools ihre Probleme haben (Foto: Samsung)

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