DooH & Content

Hacker machen ungewollt bei Werbekampagne mit

- Mit Visualisierungen lassen sich zahlen und Größenverhältnisse schnell auf den Punkt bringen. Dies nutzt der Versicherer Hiscox für eine Werbekampagne, um auf die Risiken von Hacking-Angriffen auf Unternehmen aufmerksam zu machen. Mit Video. von Thomas Kletschke

Das Honeypot Poster wurde mit Live-Informationen bespielt (Screenshot: invidis)

Das Honeypot Poster wurde mit Live-Informationen bespielt (Screenshot: invidis)

Auch wenn Wannacry und Co. die Unternehmens-Welt aufgeschreckt haben: Nicht immer sind sich kleine und mittelständische Unternehmen des Risikos und der hohen Wahrscheinlichkeit bewusst, Opfer eines Cyber-angriffs zu werden. Motto: „Wir werden schon nicht gehackt werden, wir sind eh viel zu unbedeutend.“

Die Wahrscheinlichkeit spricht dagegen: Nach einer Umfrage in Großbritannien wird eines von drei KMUs Opfer einer Cyber-Attacke. Für Versicherer Hiscox eine gute Gelegenheit, um werblich auf seine Versicherungsleistungen für solche Fälle hinzuweisen. Um die Häufigkeit real durchgeführter Angriffe via IT zu visualisieren, ließ der Werbungtreibende einen Honeypot installieren. Dazu wurden Proxy Server eingerichtet, wie sie typischerweise von kleineren Unternehmen genutzt werden.

Auf einem großen DooH Screen in London wurden Live-Informationen der versuchten Angriffe auf die Falle im Netz angezeigt. Immer dann, wenn gerade ein Angriff stattfand, pulsierte ein Teil des Screens optisch. Damit schrieben die Hacker quasi an der Headline mit – zumindest sorgten sie ungewollt für die Bewegtbild-Kreation. Zusätzlich zeigte ein Zähler an, wie viele Angriffsversuche registriert wurden.

Die Kampagne entstammt der Feder der britischen AMVBBDO. Bei der DooH-Umsetzung mit Real Time-Infos waren auch die Digital-Experten von Grand Visual mit im Boot. Mediaagentur war Goodstuff. Als Out-of-Home-Speczialist war zudem Talon an der Kampagne beteiligt.

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