Augmented Reality, Virtual Reality & Mixed Reality

Kunden suchen Produkte bald verbal oder visuell, sagt Ikea

- Wie werden Konsumenten nach Angeboten suchen? Ikeas Head of Digital Transformation ist sich sicher, dass der Handel auf Voice Commerce und Augmented Reality setzen muss. von Thomas Kletschke

Einsatz von AR mit einer App von Ikea (Foto: Ikea)

Einsatz von AR mit einer App von Ikea (Foto: Ikea)

Besonders im Bereich AR gilt Ikea als einer der Vorreiter: Das Möbelhaus setzte Augmented Reality erstmals im Jahr 2012 bei seinen Katalogen ein. Die Funktionen der damals von Metaio stammenden Lösung wurden dann schrittweise erweitert. Damit verfügt das Haus über eine lange Erfahrung mit dieser Technologie. Und wird sicherlich auch ausreichende Informationen über die Erwartungen und Erfahrungen der Zielgruppe gesammelt haben.

Dass sich Ikea also auf AR als einen der wichtigen Medien- und Absatzkanäle committet hat, ist nicht neu. Auch Virtual Reality (VR) gehört zur Klaviatur, auf der der Handelsriese spielt. Und obwohl Ikea mit den Möbelhäusern und der darin befindlichen Gastronomie Geld verdient – mit letzterer zunehmend mehr, will man auch weiterhin den technologischen Anschluss nicht verlieren.

In einem Interview mit Co.Design stand Michael Valdsgaard, Head of Digital Transformation, Rede und Antwort. Das Geschäftsmodell von Ikea als eine blaue Box in einem Maisfeld und Kunden, die ins Auto springen, um den Laden zu besuchen, sei nicht das einzige, dass man den eigenen Kunden anbieten sollte, erklärt Valsgaard. „Für die meisten Menschen auf der Welt ist Ikea nicht zugänglich. Apps können Ikea zugänglich machen“, sagt er in dem Artikel. Das kann man ganz allgemein als Versuch der Expansion in Regionen verstehen, die – etwa in Schwellenländern – aus verschiedenen Gründen keine oder sehr wenige Retail Stores des Hauses beherbergen.

Ein besonders klares Statement gibt es aber zu den Alexas, Google Homes und Home Pods dieser Welt – also den sprachgesteuerten Assistenten und Devices – und AR. Zugleich mahnt er die großen Handelsunternehmen zu ein wenig Geduld bei frühzeitigen Investitionen. „In Zukunft werden Sie entweder verbal oder visuell suchen.“ Er sieht eine Abkehr on bisherigen Gewohnheiten. „Wie wir bislang gesucht haben, macht für das kommende Jahrzehnt keinen Sinn. In VR lieben Leute es, aber sie benutzen es nicht.“ Die Leute würden Augmented Reality zwar – „aber die Hälfte kann es nicht benutzen, weil sie noch nicht daran gewöhnt ist.“ Künftig führt für ihn kein Weg an Augmented Reality vorbei: „Es wird wahrscheinlich ein paar Jahre dauern, bis es etwas wird, das täglich genutzt wird.“

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