Displayindustrie

JDI übernimmt 51% an JOLED, vermarktet deren OLEDs

- In den kommenden Monaten möchte JDI zum Hauptaktionär von JOLED werden und den derzeitigen Anteil von 15% auf dann 51% hochfahren. Außerdem wird JDI als weltweiter Distributor für die OLEDs von JOLED auftreten von Thomas Kletschke

Fabrik von JDI in Ishikawa (Foto: JDI)

Fabrik von JDI in Ishikawa (Foto: JDI)

Mit frischem Kapital für die Beteiligung will JDI zum Hauptanteilseigner bei JOLED aufsteigen. Damit würde Denso, JOLEDs bisheriger Hauptanteilseigner, der zweite große Ankeraktionär werden. Geplant ist eine Übernahme von JOLED durch JDI seit einiger Zeit. Nun hat man offenbar einen Weg gefunden. Unter anderem soll eine Fabrik in Ishikawa, die derzeit zu JDI gehört, künftig für die OLED-Produktion genutzt werden.

Ende März 2018 endete bei JDI das Geschäftsjahr. Nun soll im gerade begonnenen Geschäftsjahr der Kauf über die Bühne gehen. Darauf hat sich JDI mit seinem Hauptanteilseigner INCJ geeinigt, teilte das Unternehmen mit. INCJ ist ein japanisches Investmentvehikel des Staates, um die Wirtschaft zu stützen. Insgesamt sollen 100 Milliarden Yen für den Kauf von JOLED beschafft werden, um den OLED-Spezialisten künftig als Tochterfirma führen zu können.

Damit bestätigt sich ein japanischer Pressebericht aus dem März 2018: Damals meldete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press sowohl den Einstieg von Denso bei JOLED und nannte auch den Betrag von insgesamt 100 Mrd. Yen, der JOLED zufließen solle.

Durch den Zugriff auf größere Produktions- und Forschungskapazitäten im Bereich OLED kann sich JDI besser für die Zukunft aufstellen. JOLED nutzt zur Produktion einen Tintenstrahl-Druckprozess. Nach Firmenangaben soll dieser gegenüber anderen Fertigungsverfahren deutlich günstiger sein, die Rede ist von mindestens 30% und bis zu 50% Ersparnis.

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