DooH Australien

CEO von JCDecaux Australia – „Künftig sind 80% unserer Umsätze digital“

- Seit 2017 baut JCDecaux in Australien seine Angebote an digitaler Außenwerbung massiv aus. Nun nennt der CEO der Landesgesellschaft ein ehrgeiziges Ziel. von Thomas Kletschke

In Perth installiertes DooH Kiosk mit 72" Screen, Free WiFi und weiteren Services (Foto: JCDecaux Australia)

In Perth installiertes DooH-Kiosk mit 72″ Screen, Free WiFi und weiteren Services (Foto: JCDecaux Australia)

Wie Ende des vergangenen Jahres an dieser Stelle berichtet, baut JCDecaux am größten Digital-out-of-Home-Netzwerk des Landes. Dabei setzt man auf die alten öffentlichen Telefone von Telstra, die man zu DooH-Kioske mit 72″ Screen, Free WiFi und weiteren Services umbaut.

Grundgedanke ist der in weltweit zahlreichen Projekten, eine bestehende und so nicht mehr genutzte Infrastruktur zu pimpen und neu zu nutzen. Immer wieder kommen die großen Außenwerber dabei mit den lokalen Platzhirschen aus der Telekommunikation ins Geschäft.

Im Falle Telstra / JCD sollen dabei landesweit 1.800 DooH-Flächen entstehen. Unser Aufmacherbild zeigt eine der ersten von zwölf in Perth installierten Lösungen.

Vor wenigen Tagen nannte Steve O’Connor, CEO von JCDecaux Australia, eine neue Größenordnung, das gesamte Außenwerbegeschäft der Landesgesellschaft betreffend: „Wir von JCDecaux erwarten, dass wir unsere digitalen Assets bis Anfang 2020 exponentiell auf 2.500 erhöhen werden. Als Unternehmen erwarten wir, dass mehr als 80% unseres Geschäfts digital sein werden.“ Ob O’Connor damit auch meint, dass bereits ab Anfang 2020 das komplette Landesgeschäft von JCDecaux in Australien zu mindestens 80% aus DooH besteht, ist allerdings nicht klar.

Jedenfalls dürfte auch Paris Geschmack an den ambitionierten Plänen haben. Bei Bekanntgabe des Telstra-Deals erklärte seinerzeit Jean-François Decaux, Vorstandsvorsitzender und Co-Chief Executive Officer von JCDecaux, man wolle in dem Land organisch um das Doppelte wachsen und „Marktanteile im noch immer stark fragmentierten australischen Out-of-Home-Sektor gewinnen, der bisher nur für 5% der Werbeumsätze des fünften Kontinents verantwortlich ist.“ (Hervorhebung durch uns).

Große DooH-Roll-outs können immer mal wieder zeitliche Verzögerungen mit sich bringen – eine Erfahrung die weltweit schon einige Media Owner machen mussten, so auch JCDecaux in Großbritannien. Insofern sind die Erwartungen des Managements nicht immer zum Stichtag 1:1 umsetzbar, was aber nichts daran ändert, dass die Außenwerber weiterhin stark auf die Karte DooH setzen, und diese letztlich auch erfolgreich ausspielen können.

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