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Runder Geburtstag – Infoscreen Austria ist jetzt 20

- Okay, für ein Bierchen in einer texanischen Kneipe reicht es noch nicht ganz. Aber Infoscreen ist nach europäischen Maßstäben erwachsen. In dieser Woche vollendete der österreichische Media Owner sein 20. Lebensjahr. von Thomas Kletschke

Oldschool Infoscreen in seinen jungen Jahren (Foto: Infoscreen)

Oldschool – Infoscreen in seinen jungen Jahren (Foto: Infoscreen)

Im November 1997 trifft sich eine kleine Gruppe von Medienmachern und IT-Technikern in einer Privatwohnung, um Infoscreen Austria zu gründen. Am 16. April 1998 gehen die ersten drei großen Bildflächen am Wiener Stephansplatz on screen. Noch in derselben Nacht werden die Infoscreens am Westbahnhof aktiviert.

Jetzt, 20 Jahre später, umfasst das Netzwerk 2.586 Screens in U-Bahn-Stationen, öffentlichen Bussen und Straßenbahnen in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und Eisenstadt. Täglich werden laut Unternehmen 754.000 Zuseher informiert und unterhalten.

„Es war nichts weniger als eine Pionierleistung, das weltweit erste digitale Nachrichtenmedium im öffentlichen Raum zu installieren“, erklärt Geschäftsführer Sascha Berndl über den Start-up-Geist des Gründungsteams. Mit Martin Preiner ist einer der Pioniere nach wie vor im Team des Fahrgast-TV-Senders. Preiner sagt über das Laufenlernen des Zöglings: „Was wir damals gemacht haben, war über weite Strecken Learning by Doing. Wir konnten uns wenig bei anderen abschauen, mussten nahezu alles selbst entwickeln.“ Weil zudem die Anforderungen seitens der Verkehrsbetriebe sehr streng waren, musste man neue Lösungen entwickeln, statt sich auf vorhandene stützen zu können. „Das war manchmal frustrierend, meistens erfolgreich und immer spannend“, erinnert sich der Teamleader des Technical Departments.

Bald soll Live Content im Programm einen großen und regelmäßigen Stellenwert erhalten. Ein Projekt, dass auch international bislang einmalig ist. Hatte Infoscreen Austria bereits von der Präsentation des FIFA-WM-Pokals im Wiener Rathaus Live-Bilder in die U-Bahnen geliefert, so soll der Anteil an Live-Content im Programm sukzessive ausgebaut werden. „Das ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe, die sowohl die Programmabteilung als auch unsere Technik-Teams extrem fordert“, erklärt Sascha Berndl. Über die Gewista gehört Infoscreen Austria zum weltgrößten Außenwerber JCDecaux. „Konzernkollegen rund um den Globus haben schon angefragt, ob wir Ihnen bei der Umsetzung ähnlicher Projekte in ihren Märkten helfen wollen“, sagt Sascha Berndl. Wohin die Reise technologisch und im Programmdesign tatsächlich gehen wird, verrät Berndl bislang aber noch nicht.

20 Jahre später – Sascha Berndl mit Infoscreen Fahrgast-TV-Display (Foto: Infoscreen)

20 Jahre später – Sascha Berndl mit Infoscreen Fahrgast-TV-Display (Foto: Infoscreen)

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