LED Signage

Erstes Kino in Deutschland nutzt einen Cinema LED-Screen

- Nach Zürich ist Esslingen der zweite Standort in DACH, an dem ein Kino mit der neuen Digital Cinema-Technologie von Samsung eröffnet wurde. Seit Juli nutzt das Kino „Traumpalast“ einen Cinema LED-Screen. von Thomas Kletschke

LED Screen von Samsung im Traumpalast in Esslingen (Foto: Samsung)

LED-Screen von Samsung im Traumpalast in Esslingen (Foto: Samsung)

Seit jeher wird im Kino Projektion als Technologie genutzt. Ab etwa dem Jahr 2000 folgte die Digitalisierung der Projektoren. Lichtspielhaus – dieses Synonym gilt aber nicht mehr für alle Kinos. Denn seit dem Jahr 2017 setzt die Industrie auch auf LED als Technologie für den vertikalen Markt Digital Cinema. In dieses Business startete Hersteller Samsung als erstes Unternehmen und installierte weltweit seine Cinema LED-Screens in den ersten Kinos – etwa in den USA und China. Ab Frühjahr 2018 zog auch die Konkurrenz mit einem entsprechendem Angebot nach.

Bei den eröffneten Kinos hat Samsung mit seiner Technologie derzeit die Nase vorn. Auch in Europa. So ist in Zürich seit Frühjahr 2018 das erste LED-Kino im DACH-Raum in Betrieb, in dem Fall das erste weltweit mit 3D LED.

Samsung: Weltweit erstes Cinema LED 3D-Kino in Zürich eröffnet

In der vergangenen Woche folgte das erste Kino in Deutschland: Seit dem 5. Juli nutzt der „Traumpalast“ in Esslingen ebenfalls die neue Technologie. Das Bild des Cinema LED-Screens setzt sich aus 26 Millionen Leuchtdioden zusammen, die knapp 9 Millionen Bildpunkte ergeben und alle selbst leuchten. Das entspricht einer 4K-Auflösung von 4.096 x 2.160 p auf einer Fläche von 10,3 mal 5,4 m. Die Wiedergabe von Inhalten ist in den beiden üblichen Kinoformaten „flat“ und „scope“ möglich. Der Screen leuchtet zehnmal stärker als die meisten Kinoprojektoren und erreicht eine Lichtstärke von bis zu 146 fL (Foot Lambert) beziehungsweise 500 nit. Zudem wird Schwarz sehr deutlich und ohne Reflektionen dargestellt.

Vorteil für Betrieber on Kinos: Durch den LED-Ansatz sind keine großen Projektor-Räume mehr nötig. Der Screen ermöglicht ihnen den Bau von steileren Sitzrängen und schafft damit Platz für zusätzliche Kinositze. Mit der vollständigen Digitalisierung des Kinos durch den Cinema LED-Screen können Kinobetreiber ihren Kunden auch bei den Inhalten weitere Angebote machen, etwa durch Streaming.

Als Dienstleister war in dem Projekt die Kinoton Digital Solutions GmbH aus Germering bei München beteiligt.

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