Digital Signage Branche

Was der neue Mac Mini für Digital Signage bedeutet

Jetzt hat Apple bei einem Event neue Hardware vorgestellt. Darunter erstmals seit 2014 kleine, neue Mac Minis. Ein Überblick.
Studierende eines Kunst-Colleges mit Apple Mini bei der Arbeit (Foto: Apple)
Studierende eines Kunst-Colleges mit Apple Mini bei der Arbeit (Foto: Apple)

Digital Signage unter MacOS hat längst nicht die Verbreitung wie DS unter Betriebssystemen wie Windows, Android oder Linux. Aber immer wieder gibt es Installationen unter Mac.

In den letzten Jahren fehlten neue Mac Minis. Vorteil der kleinen Rechner: Quasi weltweit identisch verfügbar, was für Installationen und Wartungen auch in abgelegeneren Ecken der Welt von Interesse ist. Doch eine Jahre alte Hardware muss auf Dauer ersetzt werden. Im Unterschied zu den an sich sehr leistungsstarken MacPros konnten die Minis auch im Verbund eine gute Figur machen, etwas mehrere Minis als Zuspieler in einer Videowall. Aber seit dem Refresh 2014 wurde der kleinste Apple-Rechner nicht mehr in einer neuen Version auf den Markt gebracht.

Manch ein DS-Unternehmen wollte da nicht warten, setzte etwa auf das Apple tvOS und die zugehörige Hardware gleich mit (siehe Link am Ende des Textes).

Bei den Anschlüssen und dem Innenleben ist der Mac Mini alles andere als mini (Foto: Apple)
Bei den Anschlüssen und dem Innenleben ist der Mac Mini alles andere als mini (Foto: Apple)

Gestern wurde ein großes Update des Mac Mini vorgestellt: Die CPUs sind nun Intel-Chips (i5, i7) der 8. Generation mit interner UHD Graphics 630. Die Verwendung einer eGPU ist möglich. Zur Wahl stehen Vierkerner und Sechs-Kern-CPUs. Beim Arbeitsspeicher können bis zu massiven 64 GB gewählt werden, genutzt wird DDR4-Speicher mit 2666 MHz. Als Hauptspeicher dienen SSDs (ab 18 GB bis 2 TB), bei denen alle Wünsche offen stehen.

Neu ist der T2-Chip für Sicherheitsfunktionen und Datenverschlüsselung auf der SSD. Bei den Ports hat Apple viele Möglichkeiten zugelassen, die auch für den Betrieb von großen Screens interessant sein können: 4x Thunderbolt 3 (identischer Anschluss wie USB-C) für 4K- oder 5K-Displays. Außerdem stehen Buchsen für Kopfhörer, HDMI 2.0, 2×USB-A (3.0) und Gigabit-Ethernet bereit. Optional ist 10-GBit-Ethernet erhältlich. Bis zu 3x 4K-Displays – alternativ: 1x 5K und 1x 4K – können angeschlossen werden.

Wenn es um die Live-Performance geht, bewirbt Apple den Rechner übrigens selbst als Lösung für Digital Signage und Digital-out-of-Home: „Von beein­druckender Performance­kunst bis zu großen, eindrucksvollen digitalen Anzeigetafeln – mit seinen leistungs­starken Prozessoren, dem Hochleistungs-Arbeits­speicher und schnellen, vielseitigen I/O Anschlüssen steckt der Mac mini hinter einigen der größten und hellsten digitalen Displays.“

Mit dem Mini ist also weiter zu rechnen. Allerdings dürfte dies nur in Installationen der Fall sein, in denen bei den Kosten für einen Mediaplayer nicht mit Zehntel-Cents gerechnet wird (oder: werden muss).

EuroCIS 2018: Videro setzt jetzt auch auf Digital Signage via Apple TV 4K