LED Lighting

Neues Lichtkunst-Festival in Vorarlberg

Vom 3. bis 6. Oktober 2018 hatte "Lichtstadt Feldkirch" Premiere, das erste "Festival für Licht mit Kunst" in Vorarlberg. Die historische Stadtlandschaft Feldkirchs wurde zur Kulisse für Projekte von Künstlern wie Thilo Frank, Philipp Geist, starsky oder David Reumüller.
Philipp Geis zeigte in Vorarlberg ebenfalls eigene Arbeiten, hier Frankfurt Fades, 2018 (Foto Frank Baudy)
Philipp Geis zeigte in Vorarlberg ebenfalls eigene Arbeiten, hier Frankfurt Fades, 2018 (Foto Frank Baudy)

Das Debüt des neuen Formats fällt in ein historisches Jahr: 2018 wird das 800. Jubiläum der Stadtgründung Feldkirchs begangen. „Lichtstadt Feldkirch“ soll nun alle zwei Jahre stattfinden. Mit drei weiteren Städten des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg bewirbt sich Feldkirch um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2024“.

Organisiert wurde „Lichtstadt Feldkirch“ vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein; der Vorstand ist mit bekannten Vertretern der Vorarlberger Architektur-, Design- und Kulturszene, wie Stefan Marte (Marte.Marte Architekten), Thomas Häusle (Kunstraum Dornbirn) und Marco Spitzar (studio spitzar) sowie Isabel Zumtobel besetzt.

Zur Besucherorientierung wurden in der Altstadt sechs 2 m große „L“s installiert, die mit Zumtobel LED-Stripes hinterleuchtet wurden. Der Hersteller aus Vorarlberg unterstützte das Festival als Partner auch mit weiteren Lösungen.

Ziel des Festivals: Licht als eigenständiger Kategorie der Bildenden Kunst eine Bühne zu bieten. Der dänisch-isländische Künstler Ólafur Elíasson zeigte in Feldkirch ein skulpturales Leuchten-Cluster, zusammengesetzt aus dem von ihm in Kooperation mit Zumtobel gestalteten Lichtmodul Starbrick. Entwickelt hat der Künstler das Modul als einzelne Pendel-, Boden- oder Tischleuchte, die optional auch im modularen Verbund installiert und zur Skulptur oder Lichtarchitektur erweitert werden kann. Die komplexe Geometrie des Lichtobjektes ergibt sich aus einem sternförmigen Element und einem Negativraum. Die außen liegenden, opaken Lichtflächen strahlen weißes Licht ab, während die semitransparenten, gelben Spiegelflächen im Modulkern von LEDs hinterleuchtet werden. Werden die Module gestapelt, entsteht ein weiterer, polyedrischer Leerraum zwischen den Leuchten, der durch das weiße Licht aus Kunststoff-Refraktoren der Außenflächen akzentuiert wird. Aneinandergesetzt können mit den Starbricks gerade und regelmäßige Wände entstehen, aber auch geometrische Figuren und versetzte Cluster.

Starbrick-Lichtskulpturen stehen oder hängen als Lichtlösung auch im Kunsthistorischen Museum Wien, in der Kunsthalle Mannheim, im EYE Film Institute Amsterdam, sowie als Kunstinstallation im 21st Century Museum of Comtemporary Art in Kanazawa. Die in Feldkirch gezeigte Installation wurde zum ersten Mal zur Architekturbiennale 2010 in Venedig präsentiert und ist seitdem Teil der Zumtobel-Kunstsammlung. Als Leihgabe reiste sie in die Johanniterkirche Feldkirch.

Olafur Eliasson: Starbrick, 2010 auf der Architekturbiennale Venedig (Foto: Zumtobel)
Olafur Eliasson:
Starbrick, 2010 auf der Architekturbiennale Venedig (Foto: Zumtobel)