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Telekommunikation

Alarmstufe Rot bei vodafone

Deutschlandweit hat Vodafone ihre Flagshipstores mit riesigen Videowalls ausgestattet – ein bemerkenswertes Invest.. Die Digital Signage Industrie war damals entzückt. Doch leider ist das Konzept bzw. die Nutzung der digitalen Touchpoints in die Jahre gekommen wie ein invidis-Besuch diese Woche ergab.
Content Wüste trifft Poster - vodafone Flagship Marienplatz in München (Foto: invidis)
Content Wüste trifft Poster – vodafone Flagship Marienplatz in München (Foto: invidis)

Wie so oft zeigt sich der wahre Return on Invest erst nach ein paar Jahren Betrieb. Läuft die Technik, stimmt das Bild und am wichtigsten, werden die Inhalten regelmäßig aktualisiert? Einen kurzen Abstecher in den vodafoen Flagshipstore am Münchner Marienplatz zeigt leider typische Nachlässigkeiten im Digital Signage Alltag.

Wichtig vorab, vodafone ist mit den genannten Herausforderungen wahrlich nicht allein. Die mangelnde Integration von Videowalls in Instore-Kommuikationsprozesse ist weit verbreitet. Nicht nur in Schwellenländern sondern auch in reifen Digital Singage Märkten in Europa und Nordamerika.

Zuallerst fällt der optische Zustand der Videowall auf, die nach ein paar Jahren Betrieb eine Kalibrierung dringend notwendig hat. Den Aufwand den Marken mit umfangreichen Brand-Guidelines bis hin zum passenden RAL-Ton betreiben, scheint bei bestehenden Digital Signage Installationen keine Anwendung mehr zu finden.

Am meisten stören allerdings die Roll-up Displays und Pappaufsteller im Store-Eingang. Genau diese gedruckten PoS-Störer sollte die Videowall auf intelligente und dynamische Art ersetzen. Während die Videowall kaum für Angebote genutzt wird (oder für Augenblicke ganz inhaltsfrei mit viel Rot leuchtet) wachsen neue Pappwände im Eingang. Schade, das könnte sicherlich vermieden werden, wenn die lokale Filialleitung ein bisschen Einfluss auf die Playliste hätte. Typischerweise sind fehlender Einfluss auf den Digital Signage Content – insbesondere für kurzfristige und regionale  Aktionen – die Gründe zusätzliche (gedruckte) POS-Displays aufzustellen.