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Projection Mapping

High vom Hinschauen

In London gab es in diesem Frühjahr eine Theke zu bewundern, bei der man schon beim bloßen Zuschauen das eigene Bewusstsein erweitert – dank Projection Mapping. An gleicher Stelle wird der immersive AV-Wahnsinn mit einer anderen Installation 2019 fortgesetzt. Mit Videos.
Im SOMNAI befindet sich dieser mit Projektionen verfeinerte Tresen (Foto: Projection Artworks)
Im SOMNAI befindet sich dieser mit Projektionen verfeinerte Tresen (Foto: Projection Artworks)

Was im 19. Jahrhundert ein Kino war, ist heute das DotDotDot in London: Ort für wechselnde immersive Erlebnisse aller Art. Genutzt wird die Alte Metall-Börse in London, ein mehrstöckiger, insgesamt 2.000 m² großer Bau. Andrew McGuinness kommt aus der Werbewirtschaft und ist der Mann hinter DotDotDot und CEO der Betreiberfirma Ellipsis Entertainment. Investoren in dem Projekt stammen ebenfalls aus der Kreativbranche, darunter Führungspersonal aus Agenturen wie Adam & Eve/DDB, Lucky Generals, MullenLowe und Grey, wie das Branchenblatt Campaign berichtet.

Mit SOMNAI hat das DotDotDot im Frühjahr seine erste VR-basierte Show erfolgreich absolviert. Zuschauer konnten darin über Virtual Reality luzide Träume erleben. Und am Ende der Veranstaltung ging es an die S-förmige Cocktailbar. Und die nutzte ein hervorragendes Projection Mapping (vgl. auch das am Textende eingebettete Video 1), das von Projection Artworks entwickelt und umgesetzt wurde.

Im Jahr 2019 wird das DotDotDot eine neue VR-Show präsentieren (Video 2). Allein das thematische Setting verspricht eine spannende und immersive digitale Erlebniswelt: „Jeff Wayne’s The Musical Version of ‘The War of The Worlds’: The Immersive Experience“. Die Show mit der bekannten Musik wird die von H. G. Wells stammende Science-Fiction-Story im Viktorianischen Zeitalter ansiedeln.

Die Umsetzung des mehrfach adaptierten Stoffs (unter anderem Orson Welles und Howard Koch) über die Invasion vom Mars dürfte ein großes Spektakel werden. Die Ende Mai 2019 startende Show soll 90 Minuten dauern. Neben VR sollen haptische und Geruchserlebnisse (Scent) sowie Hologramme und wechselnde Temperaturen eine Rolle spielen. Besucher mit VR-Brille werden von Schauspielern laufend, kriechend und rutschend durch die Szenen geführt. Und man darf davon ausgehen, dass auch hier eine Medieninszenierung für das passende Drumherum sorgen wird.