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Travel Retail

Herausforderungen einer guten Projektion

Hongkong | Projektion ist auch bei Digital Signage wieder en vogue. Dank kleiner Laserprojektoren und praktisch wartungsfrei ermöglichen Projektionen viele innovative Digital Touch Points. Vorausgesetzt, das Umgebungslicht ist nicht zu hell, das Konzept passt zur Umgebung und der Projektor ist optisch gut integriert. Hier liegt noch Optimierungspotenzial bei Sweet Dreams by Heinemann.
Sweet Dreams mit massivem Projektor in Hongkong (Foto: invidis)
Sweet Dreams mit massivem Projektor in Hongkong (Foto: invidis)

Süßwaren bzw. Confectionery ist eine der populärsten Kategorien im Travel Retail-Handel. Duty Free Stores landauf und landab profitieren von den Impulskäufen der Reisenden. So setzt auch der Hamburger Travel Retailspezialist Heinemann am Flughafen Hongkong mit „Sweet Dreams“ auf den Trend.

invidis special: Digital Signage in Hongkong und Macau
invidis special: Digital Signage in Hongkong und Macau

Das Store-Konzept soll optisch nicht nur Erwachsene auf der Suche nach Mitbringseln animieren, sondern auch Kindern gefallen. Dafür integriert Heinemann kindgerechte Kassenhäuser und Autos, die direkt aus einem Comic zu stammen scheinen.

Sweet Dreams in Hongkong (Foto: invidis)
Sweet Dreams in Hongkong (Foto: invidis)

Für Dynamik sorgen Projektionen oberhalb der Warenträger, die mit interaktivem Content für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen sollen. Doch die Planung scheint fern am Tisch entstanden zu sein. Denn die Real-Life-Integration birgt einige Herausforderungen:

  • Die Projektoren sind das Gegenteil von optisch dezent. Zwar mit reichlich Lichtstärke ausgestattet, sind sie leider vom Formfaktor und der Integration ein „Digital Signage Fail“. Auch die Store Logos können den massiven Technikklotz an der Decke nicht ausreichend verdecken. Schade, denn gerade auf der Distanz wären in die Decke integrierte kleinere Laserprojektoren mit Short Throw-Funktion die bessere Alternative gewesen.
  • Die Projektionsfläche überschneidet sich mit der Warenpräsentation. Da es vom Content keinen direkten Bezug zu den überblendeten Produkten gibt, muss davon ausgegangen werden, dass hier Retail Design und Technik nicht optimal abgestimmt wurden. Auf dem Plan sah die Oberkante Warenträger sicherlich wie die Grenze für die Projektionsfläche aus. Das üblicherweise Waren weit über das Tablar hinausreichen ist sicherlich untergegangen.
  • Der Interaktions-Content ist insbesondere für Kinder zu hoch und zu nah an der Ware. Ein wenig mit den Armen gewedelt und der virtuelle Content ist nicht das Einzige was sich bewegt.

Im allgemeinen gefällt uns das Sweet Dreams-Konzept von Heinemann sehr gut, nur bei Digital sollte noch einmal optimiert werden.

Sweet Dreams mit massivem Projektor in Hongkong (Foto: invidis)
Sweet Dreams mit massivem Projektor in Hongkong (Foto: invidis)