Prozessoren

Nvidia kauft Chip-Designer ARM für 40 Milliarden USD

Paukenschlag im Prozessorenmarkt – Der US-amerikanische Prozessor- und Grafikkartenhersteller Nvidia übernimmt den britischen Chip-Designer ARM für 40 Milliarden Dollar. Nvidia bezahlt mit einer Mischung aus Bargeld und eigenen Aktien. Der bisherige Eigentümer von ARM, der japanische Technologie-Konzern Softbank, wird so zu einem der größten Aktionäre von Nvidia.
Nvidia hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien (Foto: Nvidia)
Nvidia hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien (Foto: Nvidia)

ARM spielt in der Halbleiterindustrie eine zentrale Rolle, die Technologie britischen Unternehmens steckt in fast allen Smartphones, zum Beispiel auch im iPhone von Apple. Anders als etwa Intel stellt ARM allerdings nicht selbst Halbleiter her, sondern ist ein reiner Chip-Designer und lizenziert seine Technologie an andere Unternehmen.

Im Sommer 2016 hatte der japanische Technologie-Konzern Softbank ARM für 32 Milliarden US-Dollar übernommen. Jetzt wechselt ARM erneut den Besitzer: Nvidia schnappt sich den Chip-Designer für 40 Milliarden USD, die bisher mit Abstand teuerste Übernahme in der Geschichte des Prozessor- und Grafikkartenherstellers.

Nvidia bezahlt den Deal mit einer Mischung aus Bargeld und eigenen Aktien, damit wird Softbank mit einem Anteil von weniger als 10 Prozent zu einem der größten Aktionäre des Unternehmens. ARM hat seit der Corona-Krise Rekordwerte vermeldet und seinen Umsatz um 50 Prozent steigern können. Auch nach der Übernahme wird ARM sein Modell der offenen Lizenzvergabe weiterführen. Nvidia will den Namen und die Markenidentität von ARM beibehalten.