Kites GmbH

Zoom übernimmt Karlsruher Start-up

Die Sprachübersetzungstechnologie von Kites soll helfen, Zooms maschinelle Übersetzung zu verbessern. Kites hat sich zum Ziel gesetzt Sprachbarrieren abzubauen und nahtlose sprachübergreifende Interaktion im Alltag zu ermöglichen.
Zoom übernimmt Uni-Startup Kites (Foto: KIT)
Zoom übernimmt Uni-Startup Kites (Foto: KIT)

Zoom Video Communications erwirbt die kites GmbH, eine Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die sich auf die Entwicklung von Echtzeitlösungen für maschinelle Übersetzungen spezialisiert hat. Zoom wird zudem in die weitere Forschung am Standort Karlsruhe investieren und erwägt darüber hinaus, einen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland aufzubauen.

Die beiden kites-Gesellschafter Professor Alexander Waibel und Dr. Sebastian Stüker arbeiten an anwendungstauglichen Produkten, die natürliche und spontane Sprache mit Methoden der Künstlichen Intelligenz automatisch verarbeiten. kites gründeten sie im Jahr 2015 mit dem Ziel, ihre Forschungsergebnisse in echten Anwendungen zu integrieren. Arbeitsgebiete sind die automatische Spracherkennung, die maschinelle Übersetzung, die Sprachunterstützung, die technische Unterstützung menschlicher Dolmetscher und simultane Sprachübersetzung. Das kites-Team besteht aus zwölf Forschenden und unterstützt künftig das Engineering-Team von Zoom. Gemeinsam wollen sie das maschinelle Übersetzen vorantreiben und mehrsprachige Übersetzungsmöglichkeiten bereitstellen, um Meetings für Zoom- Nutzerinnen und -Nutzer produktiver und effizienter zu gestalten.

Die Arbeit von Waibel und Stüker baut unter anderem auf den von ihnen entwickelten Lecture Translator auf, der am KIT seit 2012 mit simultanen Vorlesungsübersetzungen Sprachbarrieren für internationale Studierende überbrückt.

Stüker und die Mitarbeitenden von kites werden in Karlsruhe ansässig bleiben, wo Zoom in den Ausbau des Teams investieren wird. Darüber hinaus erwägt Zoom, einen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland aufzubauen. Alexander Waibel wird als Zoom Research Fellow die Forschung und Entwicklung im maschinellen Übersetzen bei Zoom beratend unterstützen.

„Wie enorm die Bedeutung intelligenter, leistungsfähiger Informations- und Kommunikationstechnologien für unsere Arbeitswelt und unseren Alltag ist, hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie deutlich vor Augen geführt. Die Forscherinnen und Forscher des KIT arbeiten seit vielen Jahren an passenden Sprachtechnologien, die das kites-Team erfolgreich in die Anwendung gebracht hat“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Dass Zoom diese Ausgründung nun erwirbt und den Ausbau des Teams in Karlsruhe vorantreibt, ist ein konsequenter Schritt, der diese vielversprechenden Lösungen für viele Menschen öffnet. Die Investition in die weitere Forschung in Karlsruhe ist für das KIT, die Stadt und die Region Karlsruhe ein großer Gewinn.“

„Wir haben kites mit dem Ziel gegründet, Sprachbarrieren abzubauen und sprachübergreifende Interaktionen zu einem realen Teil unseres Alltags zu machen. Schon lange schätzen wir Zoom für die Fähigkeit, Menschen auf der ganzen Welt einfach zu verbinden“, sagt Alexander Waibel, Informatik-Professor am KIT und Mitgründer von kites. „Wir wissen, dass Zoom der beste Partner für kites ist, um unsere Ziele umzusetzen. Wir freuen uns darauf, unsere Entwicklungen nun gemeinsam mit Zoom als Innovationsmotor voranzubringen.“

Die Arbeit von Waibel und Stüker baut unter anderem auf den von ihnen entwickelten Lecture Translator auf, der am KIT seit 2012 mit simultanen Vorlesungsübersetzungen Sprachbarrieren für internationale Studierende überbrückt.

Stüker und die Mitarbeitenden von kites werden in Karlsruhe ansässig bleiben, wo Zoom in den Ausbau des Teams investieren wird. Darüber hinaus erwägt Zoom, einen Forschungs- und Entwicklungsstandort in Deutschland aufzubauen. Alexander Waibel wird als Zoom Research Fellow die Forschung und Entwicklung im maschinellen Übersetzen bei Zoom beratend unterstützen.