Anzeige
DooH

Der Kampf gegen die Einweg-Finsternis

Greta Thunberg gegen Donald Trump, Harry Potter gegen Voldemort: Mit einer provokanten Kampagne sagt Recup den Einwegbechern den Kampf an.
Mit teilweise provokanten Gegensätzen will Recup auf das Problem der Einwegbecher hinweisen. (Foto: Recup)
Mit teilweise provokanten Gegensätzen will Recup auf das Problem der Einwegbecher hinweisen. (Foto: Recup)

Die Welt in Schwarz und Weiß teilen – das macht die jüngste Plakatkampagne von Recup. Dabei handelt es sich um einen Pfandbecher aus Polypropylen, die gleichnamige Firma will mit ihm ein Mehrwegsystem im Take-Away-Bereich etablieren.

Denn Plastikbecher landen täglich in Deutschlands Abfalleimern und verursachen ein großes Müllproblem. Laut Recup verbrauchen die Deutschen pro Jahr 2,8 Milliarden Pfandbecher. Das Unternehmen rechnet vor, dass man beim Umstieg auf Mehrwert 11.000 Tonnen CO2, 43.000 Bäume, 40.000 Tonnen Abfall, 22.000 Tonnen Rohöl, 320 Mio. Kilowatt Strom und 1,5 Mrd. Liter Wasser sparen könnte. Daher hat Recup unter anderem Cafés, Bäckereien, Restaurants, Kantinen und Kommunen als Zielgruppe, um mit ihnen ein Pfandsystem mit dem Recup-Becher und der Rebowl, einer Mehrwegschüssel, zu realisieren.

Um dies möglichst breitflächig und schnell nach der beschlossenen Mehrwegpflicht 2023 umzusetzen, entschied sich Recup für eine Plakatkampagne der etwas provokanteren Art. Das Kernstatement: „Einweg ist böse“.  Das stellen die Plakatmotive anschaulich vor: Mit einem Recup und einem Einwegbecher nebeneinander – und darüber Namen und Bezeichnungen, die Assoziationen von Gut und Böse oder auch sympathisch und unsympathisch wecken. Es wird auf fiktive Charaktere zurückgegriffen, wie Rotkäppchen und der Wolf, aber auch auf aktuelle politische Entwicklungen eingegangen, zum Beispiel mit „Greta“ und „Trump“ – die Klimaaktivistin Greta Thunberg wird dem Ex-US-Präsidenten Donald Trump gegenübergestellt.

Die Agentur Kastner setzte die Kampagne um, Dunkelgrün und Weischer Media setzten sie um. Sie konzentrierte sich auf digitale Info- und Video-Screens an mehr als 400 Locations in Berlin, Hamburg, Stuttgart, München und Köln. Hinzu kamen zwei analoge Großflächen in Berlin und Hamburg. Zusätzlich wurde die Kampagne auf Social Media begleitet.

Recup bezeichnet die Kampagne selbst als „polarisierend“. Sie soll einen Diskurs anregen und möglichst viele Menschen erreichen – damit erklärt das Unternehmen auch die sehr unterschiedlichen Grade an Ernsthaftigkeit beziehungsweise Provokation. Ob man Plankton, den Cartoon-Schurken aus der Spongebob-Serie, oder die Querdenkerbewegung als Gegenspieler des Guten bezeichnet, ist dann doch ein Unterschied.