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Bloomberg-Bericht

Potenzieller Ströer-Investor zieht zurück

Die Investorengruppe um I Squared Capital wird kein Übernahmeangebot für die OoH-Sparte des Konzerns abgeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
I Squared Capital wird voraussichtlich kein Übernahmeangebot für das OoH-Geschäft von Ströer abgeben. (Foto: Ströer)
I Squared Capital wird voraussichtlich kein Übernahmeangebot für das OoH-Geschäft von Ströer abgeben. (Foto: Ströer)

Das Jahr startet mit schlechten Nachrichten für Ströer: Von der Investorengruppe um I Squared Capital wird nun doch kein Übernahmeangebot für das Out-of-Home-Geschäft des Kölner Konzerns kommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, deren Quellen das Investoreninteresse an Ströer von Beginn an verfolgten. Demnach wurde Ströer Anfang der vergangenen Woche über den Rückzug informiert.

Das Angebot, das man von I Squared erwartete, war auf rund 3,5 Milliarden Euro geschätzt worden, und sollte die gesamte analoge und digitale Werbeinfrastruktur umfassen. Dazu gehören sowohl die großen LED-Aushängeschilder, wie der neue Riesenscreen am Hamburger Hauptbahnhof, als auch die Adtech-Infrastruktur zur programmatischen Vermarktung und Tausende klassischer Plakatflächen.

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Laut Bloomberg konnte I Squared nicht genügend Unterstützung von weiteren Investoren generieren. Als Hinderungsgrund werden unter  anderem Bedenken hinsichtlich der deutschen Wirtschaft genannt, sowie Zweifel an der Positionierung von OoH als Infrastruktur-Investment.

Der schwächelnde europäische Werbemarkt wird die Investorenlaune zusätzlich gedämpft haben. Zwar hat sich OoH als vergleichsweise resilienter Werbekanal erwiesen, bekam die Krise im dritten Quartal 2025 dann doch zu spüren. Die weiteren Entwicklungen des Ströer-Verkaufs sowie von M&A-Deals im gesamten OoH-Segment werden von den bald erwarteten Jahresergebnissen 2025 sowie der Fähigkeit von Digital-out-of-Home, sich technologisch weiter zu entwickeln, abhängen.