In New York läuft diesen Winter eine modern inszenierte Ausstellung über Claude Monet. „Monet and Venice“ im Brooklyn Museum hängt die Werke des Künstlers nicht einfach an die Wände, sondern bringt sie Besuchern mit großen Projektionen und räumlichen Erlebnissen näher. Auf diese Art vereint sie rund 100 Arbeiten von Monet und seinen Zeitgenossen – darunter 19 Gemälde, die während Monets Aufenthalt in Venedig entstanden.
Im Mittelpunkt von Monets Werk stehen Licht, Spiegelungen, Farbe und Architektur – Elemente, die seine Idee der sogenannten „Enveloppe“ prägen. Dieses Konzept beschreibt die Erfassung von Atmosphäre und Zeitverlauf durch Wiederholung eines Motivs unter wechselnden Lichtbedingungen.
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Um Besucher an diese Ideen heranzuführen, beauftragte das Museum die Experience-Design-Agentur Hyperquake damit, die zentrale Rotunde in ein multisensorisches Entrée zur Ausstellung zu verwandeln. Die immersive Installation übersetzt Monets „Enveloppe“ in ein räumliches Erlebnis und dient als atmosphärische Einstimmung auf den Rundgang durch die Galerien.
„Ich wollte einen einführenden Moment schaffen, der die Besucher nach Venedig versetzt und sie mit den Ausblicken, schimmernden Reflexionen und der großartigen Architektur umgibt, die Monet 1908 faszinierten“, erklärt Lisa Small, Senior Curator of European Art am Brooklyn Museum.

Venedig-Kulisse auf Wände projiziert
In Zusammenarbeit mit dem Joan Porcel Studio realisierte Hyperquake einen fünfminütigen Panoramafilm, der einen ganzen Tag in Venedig – vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang – nachzeichnet. Die Inhalte werden per Projection Mapping auf vier freistehende, über drei Meter hohe Wände sowie auf zwei rund sieben Meter breite Projektionen innerhalb der Rotunde gespielt. Ergänzt wird das visuelle Setting durch Lichtinszenierungen, die wellenförmige Wasserbewegungen und wechselnde Lichtstimmungen simulieren.

Abgerundet mit Duft und Sound
Zur Installation gehört zudem eine eigens entwickelte Klanglandschaft, die gemeinsam mit dem ehemaligen Composer-in-Residence des Museums, Niles Luther, entstand und Feldaufnahmen aus Venedig integriert. Abgerundet wird das Erlebnis durch einen speziell für die Ausstellung entwickelten Duft von Joya Studio.
„Unser Ziel war es, die Besucher vollständig in Venedig eintauchen zu lassen, damit sie das Zusammenspiel von Licht und Atmosphäre erleben können, das Monet inspiriert hat“, so Mary Franck, Experiential Creative Director bei Hyperquake.
Hyperquake verantwortete das Gesamtdesign, die AV-Integration sowie die Projektionsplanung der Installation und schuf damit eine nahtlose Verbindung aus digitaler Inszenierung und physischem Raum, die die Auseinandersetzung mit Monets venezianischen Werken vertieft.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Februar 2026.

