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Muxwave-LED

Space Invaders auf 193 Quadratmetern

Barcelona | Die neuesten ISE-Meldungen in supergroß? Oder ein Retro-Game auf einer Transparent-LED? Realtime Department zeigt mit der Bespielung des Muxwave-Screens bei der ISE die Potenziale von Echtzeit-Rendering.
Echtzeit-Spiel auf der Transparent-LED in Barcelona (Foto: invidis)
Echtzeit-Spiel auf der Transparent-LED in Barcelona (Foto: invidis)

Seit zwei Jahren ist er der Hingucker der ISE und ein beliebter Selfie-Hintergrund, wie man zum Beispiel auf Linkedin sehen kann: Die Rede ist vom großen Transparent-LED-Screen am Südeingang der Messe. Das 193 Quadratmeter große Display von Muxwave ist zu einem kleinen Wahrzeichen der Fira geworden und wird während der ISE auf vielfältige Weise bespielt: vom Countdown vor der Messe über Social-Media-Dashboards und Sponsor-Botschaften bis zu digitalen Kunstwerken, zum Beispiel von Jeroen van der Most oder Alice Labourel.

Dabei steht hinter der Orchestrierung des Screens ein deutsches Unternehmen: Die Content-Spezialisten von Realtime Department kümmern sich – neben dem Ring im Inneren des Südeingangs – seit der Premiere um die Echtzeitbespielung der Muxwave-LED.

Hohe Auflösung, besondere Fläche

Das bedeutet: Content jenseits des Digital Signage-Alltags – nicht nur weil es sich um die ISE handelt, sondern auch aufgrund der besonderen technischen Gegebenheiten der Leinwand, die eine stolze Auflösung von 5.008 mal 2.876 Pixel aufweist. Und das ist nur ein Aspekt. „Die Herausforderung ist nicht nur die schiere Auflösung, sondern vor allem die Kombination aus ungewöhnlicher Geometrie, Redundanzbetrieb und sehr kurzfristigen Content-Änderungen“, erklärt Lars Legler, Senior Key Account Manager bei Realtime Department. Im Sinne der Ausfallsicherheit wird die Fläche mit zwei LED-Controllern mit Main- und Backup-Setup, also insgesamt vier LED-Controllern bespielt.

Die Darstellung muss Tag und Nacht die Botschaften klar und deutlich abspielen; gerade bei Sonnenschein bedeutet das eine passgenaue Einstellung der Helligkeit. Hinzu kam in diesem Jahr eine weitere Herausforderung: Das neue ISE-CI mit vielen Farbverläufen. Lars Legler beschreibt den Lösungsweg: „Durch Echtzeit-Rendering konnten wir das CI mit den starken Farbverläufen vor Ort so optimieren, dass Banding und Artefakte deutlich reduziert wurden – inklusive dynamischem Dithering speziell für die LED-Wiedergabe.“

Immer schnell, immer aktuell

Und da gibt es noch den typischen Messe-Faktor: Aktualität. Kurzfristige Sponsor-Inhalte und Ereignisse wie bestimmte Programmpunkte mussten eingebettet werden. Gelöst wurde das über die Software Uniqvue von Realtime Department, über einen Rundown-Manager mit einer Vielzahl an zeit- und eventgesteuerten Cues. „Die ISE liefert CI und inhaltliche Leitplanken. Die komplette Adaption und Umsetzung für Muxwave und LED-Ring liegt bei uns“, betont Lars Legler.

Das bedeutet auch, dass für die Sponsor-Inhalte klare Vorgaben bei möglichst viel Spielraum gegeben werden. Die Lösung bei Realtime Department: Vorlagen. „Für Sponsor-Content arbeiten wir mit klaren Templates und Spezifikationen, weil die Fläche nicht wie eine normale 16:9-Leinwand funktioniert: Stege und Ausschnitte erzwingen saubere Safe-Areas und dynamischere Layouts.“

Klassiker in XXL-Gewand

Den wahren Echtzeit-Test stellte aber dieses Jahr ein besonderer Content: Eine Live-Partie des Spieleklassikers Space Invaders. Dabei konnten Zuschauer sich direkt mit einem QR-Code in eine Web-App einwählen und per Smartphone ein Raumschiff auf dem Screen steuern. Dafür steuerte im Hintergrund eine Webserver die Sessions, den Spielstand und die Kommunikation zu den Smartphones. Die Muxwave-LED bildete das Spiel als Echtzeit-Visualisierung in großer Auflösung ab. Auf diese Weise konnten bis zu sechs Spieler gleichzeitig auf dem großen Screen Aliens abwehren – inklusive eines Highscore-Rankings.

Echtzeit-Spiel auf der Transparent-LED in Barcelona (Foto: invidis)
Echtzeit-Spiel auf der Transparent-LED in Barcelona (Foto: invidis)

Kein Wunder, dass diese kostenlose Spiele-Session großen Anklang fand; bereits am ersten Abend bildete sich im Webserver eine Warteschlange. Hier konnte aber Realtime Department dank der Echtzeit-Engine schnell reagieren. Wir konnten den Schwierigkeitsgrad live anpassen, um bei hoher Nachfrage die Queue-Zeiten zu reduzieren“, sagt Lars Legler. „Genau da spielt Echtzeit-Rendering im Messebetrieb seine Stärke aus.“

Profi-Content für ProAV-Messe

Die ISE hat sich mittlerweile eine herausragende Stellung in der internationalen ProAV-Welt erarbeitet. Die Muxwave-LED zeigt: Sie schaut auch bei den Details hin. Denn die Arbeit von Realtime Department unterstützt dabei die große Leitlinie der diesjährigen Messe: Nicht die Produkte allein machen es, sondern die Integration. Und eine Installation wie die Muxwave-LED verdient einen würdigen Inhalt – braucht sie sogar, wenn sie Eindruck bei mehr als 90.000 AV-Profis schinden soll.