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PPDS auf der ISE 2026

"LED ist das Herzstück all unserer Aktivitäten"

Barcelona | LED hat sich bei PPDS von einem Nischenprodukt zu einem Segment entwickelt, für das ein jährliches Wachstum von 10 Prozent prognostiziert wird. Auf der ISE präsentiert der Hersteller ein komplettes Portfolio von Einstiegsmodellen bis hin zu High-End-Produkten. Jae Park, EMEA Commercial Head, gab uns einen Überblick.
PPDS auf der ISE 2026 (Foto: invidis)
PPDS auf der ISE 2026 (Foto: invidis)

Auf dem ISE-Stand von PPDS wird eines sofort klar: Der Hersteller hat sich vollständig zu einem LED-First-Unternehmen gewandelt. „LED ist das Herzstück all unserer Aktivitäten“, betont Jae Park, EMEA Commercial Head, in einem Exklusivinterview mit invidis. Im Laufe des vergangenen Jahres hat die Marke Philips Visual Solutions ein umfassendes LED-Portfolio zusammengestellt, das für jeden Anwendungsfall und jede Branche geeignet ist.

PPDS zeigt sein gesamtes LED-Portfolio auf der ISE. (Foto: invidis)
PPDS zeigt sein gesamtes LED-Portfolio auf der ISE. (Foto: invidis)

Um mit den kostengünstigen chinesischen Herstellern konkurrieren zu können, hat PPDS beispielsweise eine neue LED-Einstiegsserie eingeführt, die 3000er-Serie. „Es geht nicht nur darum, ein Einstiegsprodukt zu haben“, erklärt Jae Park. „Wir bringen ein Produkt nur dann auf den Markt, wenn es die Erwartungen der Kunden erfüllt und der Preis wirklich sinnvoll ist.“ Und laut Jae Park sind weitere neue Produktlinien in Vorbereitung. Insgesamt erwartet der Commercial Head ein jährliches Wachstum des Segments von fast 10 Prozent.

LED-Konfiguration leicht gemacht

PPDS hat außerdem ein neues Online-Tool zur LED-Konfiguration für Endkunden und Systemintegratoren eingeführt. Die Benutzer geben Wandgröße, Helligkeit, Pixelabstand, Montage und andere Parameter ein, und das System wählt automatisch Produkte, Prozessoren, Verkabelung und Steuerungen aus. Am Ende wird ein vollständiger technischer Bericht und eine Stückliste erstellt. „Die Konfiguration einer LED-Wand sollte sich wie die Konfiguration eines Autos anfühlen – man wählt aus, was man braucht, und alles andere wird für einen berechnet“, erklärt Jae Park.

COB-LED auf dem PPDS-Stand (Foto: invidis)
COB-LED auf dem PPDS-Stand (Foto: invidis)

Das Tool wird in zwei Versionen verfügbar sein: einer öffentlichen Version und einer Systemintegrator-Version mit regionsspezifischen Preisen, die auch als Tool zur Lead-Generierung dient. Der Konfigurator soll LEDs zugänglicher machen, Verkaufszyklen beschleunigen und Partnerbeziehungen stärken.

Schlanke und AI-fähige Displays

Während LED im Vordergrund steht, aktualisiert PPDS auch sein LCD-Sortiment mit Displays, die mit integrierten neuronalen Verarbeitungseinheiten, den sogenannten NPUs, ausgestattet sind. Jae Park merkt an, dass AI-Anwendungen zwar noch in den Kinderschuhen stecken, Kunden aber schon heute zukunftsfähige Hardware wünschen.

Energieeffizienz bleibt eine zentrale Priorität. „Geringer Energieverbrauch und niedrige Gesamtbetriebskosten sind keine Option mehr – sie werden erwartet“, betont Jae Park. Einige Philips-Displays zählen mittlerweile zu den Geräten mit dem niedrigsten Energieverbrauch in der EU-Energieeffizienzlabel-Datenbank.

Die neue Signage 7000 Slimeline Series (Foto: invidis)
Die neue Signage 7000 Slimeline Series (Foto: invidis)

Zu den neuen LCD-Produktreihen gehört die Signage 7000 Series Slimline, ein ultradünnes Display mit einer Dicke von weniger als 3 Zentimetern – ein Formfaktor, den Kunden laut Jae Park aktiv nachgefragt haben.

E-Paper projektorientiert

PPDS präsentiert auch einen relativ kleinen E-Paper-Bereich mit Formaten von 13, 25 und 32 Zoll. „E-Paper ist ausgereift – aber es handelt sich um ein projektorientiertes Geschäft, nicht um ein kontinuierlich laufendes.“ Größere Formate um 43 Zoll sind geplant, aber der Fortschritt hängt von der Entwicklung der E-Ink-Technologie und der Marktnachfrage ab.

E-Paper-Displays bei PPDS (Foto: invidis)
E-Paper-Displays bei PPDS (Foto: invidis)

Ausblick

Nach einem schwierigen Jahr 2025 – geprägt von geopolitischer Unsicherheit, Engpässen bei Speicherchips und dem Tod des wichtigen Führungsmitglieds Martijn Vanderwoude – blickt PPDS optimistisch in die Zukunft. Das Unternehmen nutzte die schwierige Zeit, um sein Portfolio zu erweitern und zu verfeinern sowie die Rentabilität zu optimieren und gleichzeitig seine Belegschaft zu erhalten. „Wir gehen zuversichtlich, geschlossen und bereit für die Zukunft in das Jahr 2026“, fasst Jae Park zusammen.

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