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HDE-Prognose

4.900 Stores schließen 2026

Der Abwärtstrend geht weiter: Laut den HDE-Zahlen schließen im Jahr 2026 weitere 4.900 Geschäfte in ganz Deutschland. Doch andere Statistiken blieben über die Jahre stabil.
Laut HDE-Prognose schließen im Jahr 2026 4.900 Geschäfte in Deutschland. (Grafik: Handelsverband Deutschland)
Laut HDE-Prognose schließen im Jahr 2026 4.900 Geschäfte in Deutschland. (Grafik: Handelsverband Deutschland)

Am 24. und 25. März findet in Berlin der Handelsimmobilienkongresses statt. Im Vorfeld hat der Handelsverband Deutschland dazu Zahlen vorgelegt, die den weiteren Rückgang im Einzelhandel offenlegen.

Laut der Prognose des HDE für 2026 werden 4.900 Geschäfte in Deutschland schließen. Die Neueröffnungen sind in der Berechnung dabei bereits eingerechnet. Damit schrumpft die bundesweite Zahl der Retail-Stores auf unter 300.00. Vor zehn Jahren zählte man noch 366.800 Geschäfte.

Zwar zeigt die Entwicklung der Stores seit mehreren Jahren einen deutlichen Abwärtstrend, anders sieht es aber bei der Verkaufsfläche aus. Hier ermittelte das HDE bis 2024 stabile Zahlen. Somit gibt es weniger Stores, aber auch immer wieder Flagship-Projekte, welche die Hauptorte von groß angelegten digitalen Experiences sind.

Konsum stagniert, Kosten bleiben hoch

Die Gründe für den Rückgang der Filialen liegen laut HDE in einem stagnierenden Konsumverhalten sowie hohen Kosten bei Miete, Energie und Personal.

Die Jahre der Covid-Pandemie haben besonders tiefe Spuren hinterlassen. Im zweiten Pandemiejahr 2021 verzeichnete man rund 11.500 Schließungen. Seitdem erholten sich die Zahlen ein wenig, der Abwärtstrend geht jedoch weiter.

HDE-Präsident Alexander von Preen fordert ein Kurswechsel in der Politik. Er sagt: „Die Politik ist in der Pflicht, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Die Stromsteuer muss endlich für alle runter, bei den Lohnnebenkosten braucht es einen Deckel bei 40 Prozent. Und die Vermieter müssen sich auch im eigenen Interesse noch mehr auf umsatzorientierte Mieten einlassen. Leerstand nutzt niemandem“.

Laut Alexander von Preen sei der Einzelhandel außerdem das Rückgrat lebendiger Innenstädte. Wer sein Stadtzentrum gestalten oder erhalten will, brauche deshalb eine gesunde Retail-Branche.

Der HDE fordert zudem bessere Abschreibungsmöglichkeiten für Miet-, Personal- und Energieausgaben. Das soll private Investoren locken.