Visionect gehört zwar nicht zu den großen Digital Signage-Namen, hat sich in den letzten Jahren aber durch seine kompromisslos minimalistischen Displays hervorgetan: schwarz-weiße E-Paper-Displays in schlanken Gehäusen, die nicht nur extrem wenig Energie verbrauchen, sondern auch richtig stylisch wirken.
Schon lange bevor E-Paper allgemein Fuß fasste, setzte die slowenische Marke auf die Stärken der Technologie und fokussierte sich auf Umgebungen, in denen diese am besten zur Geltung kommen. Die Displays benötigen keine Steckdose und lassen sich mit Magnetclips an Standard- oder Glaswänden befestigen – ideal für Museen oder Büros.
Dieses Hardware-Erbe ist inzwischen Teil einer größeren Strategie. Visionect ist das Unternehmen hinter der Marke Joan Workplace. Während Visionect E-Paper-Displays und ein dazu passendes Digital Signage-CMS entwickelt, ist Joan für Workplace-Management bekannt – mit Lösungen für Room- und Desk-Booking sowie Besuchermanagement.
Von einzelnen Tools zu einer einheitlichen Plattform
In den letzten Jahren hat sich das Office aber stark weiterentwickelt: Unternehmen wollen ihre Räume effizienter nutzen und das Office-Erlebnis allgemein verbessern. Das brachte Visionect dazu, sein Angebot über klassisches Digital Signage hinaus zu erweitern: Die Marke Joan Workplace vereint nun das gesamte Angebot in einem – die neue All-in-One-Office-Plattform kombiniert Content-Management, Room- und Desk-Booking, Parkplatz- und Ressourcenreservierungen sowie Besuchermanagement.

Auf der Hardware-Seite bleibt die Visionect-DNA sichtbar. Das Unternehmen setzt weiterhin auf seine charakteristische monochrome E-Paper-Ästhetik – darunter neue Formfaktoren und Gadgets sind bereits in der Pipeline – darunter E-Paper-Besucherausweise, die bald auf den Markt kommen sollen. Hardware ist allerdings nicht mehr die Hauptstory. Wie viele etablierte Anbieter im AV- und Workplace-Bereich verlagert das Unternehmen seinen Fokus zunehmend auf Software.
Offen für Drittsysteme
Die Plattform ist nicht nur auf die eigenen Geräte beschränkt. Sie unterstützt auch Displays von Drittanbietern – sowohl LCD als auch E-Paper – und ist so konzipiert, dass sie auch externe Ökosysteme wie Crestron-Lösungen intgriert.
Nach dem kombinierten Markenstart sieht der Fahrplan für das laufende Jahr tiefere Integrationen mit solchen Drittsystemen vor. Eine weitere Priorität ist das Re-Design der User Interface – mit Fokus auf Usability und schlankeren Workflows für hybride Office-Gänger.
Und selbstverständlich gehört zur Transformation hin zu einer softwarezentrierten Identität auch künstliche Intelligenz. Joan plant, AI-Funktionen direkt in die Plattform zu integrieren – im Einklang mit dem breiteren Branchentrend zu Automatisierung und intelligenterem Workspace-Management.
Mit diesem Strategiewechsel reagiert Joan auf eine Realität, in der End-to-End-Lösungen die Antwort darauf sind, nicht von größeren und stärkeren Ökosystemen vom Markt verdrängt zu werden. Visionects frühe Wette auf E-Paper half, eine Nische zu definieren. Unter Joan wird dieses Erbe nun in ein größeres Konzept überführt: vom eigenständigen Hardware-Anbieter zum Anbieter einer Workspace-Plattform, bei der Displays – ob E-Paper oder andere – nur noch ein Teil eines größeren Ökosystems sind.

