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Report

Marketing-Insights führen oft nicht zu Wachstum

Trotz hoher Investitionen liefern Marketing-Analysen oft keine Entscheidungen. Eine Studie verweist auf Silos, Führung und interne Abläufe als Bremsfaktoren.
"Marken investieren stark in Marketing-Effektivität, doch der geschäftliche Effekt stellt sich häufig nicht ein", sagt Rachel Brook, Global Client Growth Leader bei Gain Theory. (Foto: Windows/Unsplash)
„Marken investieren stark in Marketing-Effektivität, doch der geschäftliche Effekt stellt sich häufig nicht ein“, sagt Rachel Brook, Global Client Growth Leader bei Gain Theory. (Foto: Windows/Unsplash)

Laut einem Bericht der Marketingberatung Gain Theory liegt das größte Hindernis bei der Umsetzung von Marketing-Insights in Wachstum nicht im Mangel an Daten. Entscheidend sind vielmehr organisatorische und kulturelle Barrieren, die Unternehmen daran hindern, Erkenntnisse in Handlungen zu übersetzen.

Der Bericht mit dem Titel „Unfinished Business: Closing the Insight-to-Action Gap“ argumentiert, dass viele Unternehmen die falschen Probleme adressieren, wenn Insights nicht zu messbarem Wachstum führen. Die zentralen Blockaden liegen demnach weniger in der Technologie, sondern im menschlichen und organisatorischen Umfeld.

32 Prozent Wachstum bei konsequenter Anwendung

Trotz hoher Investitionen in Daten und Analytics geben laut zitierter Forrester-Studie mehr als 50 Prozent der B2C-Marketingentscheider an, dass die von ihren Teams gewonnenen Insights nicht handlungsfähig sind. Gleichzeitig zeigen Unternehmen, die Erkenntnisse konsequent anwenden, ein um bis zu 32 Prozent höheres Umsatzwachstum als Wettbewerber, die das nicht tun.

Gain Theory beobachtet, dass viele Organisationen auf stagnierende Insights mit besseren Daten oder fortschrittlicheren Analysemodellen reagieren. Der Report widerspricht diesem Ansatz. Ausschlaggebend seien vielmehr strukturelle Silos, kultureller Widerstand und fehlende Führungsausrichtung, die operative Umsetzung verhindern.

„Marken investieren massiv in Marketing Effectiveness, doch der Business Impact bleibt oft aus“, sagt Rachel Brook, Global Client Growth Leader bei Gain Theory. „Die eigentliche Lücke liegt nicht im Was oder Wie viel, sondern in der Bereitschaft der Menschen, Erkenntnissen zu vertrauen, sich anzupassen und diese weiterzutreiben.“

Der Report identifiziert drei typische Problemfelder: Messprogramme, die beschreiben, was passiert ist, aber nicht warum oder was daraus folgt; fragmentierte Messsysteme mit konkurrierenden Dateninterpretationen; sowie Organisationen, die Führungs- und Kulturthemen fälschlich als Technologieproblem behandeln.

Führung und Organisation als Hebel für Umsetzung

Um die Lücke zwischen Insight und Wirkung zu schließen, empfiehlt Gain Theory mehrere Maßnahmen. Dazu gehören kontextualisierte Insights, die Ursachen und nächste Schritte klar benennen, einheitliche Messrahmen als „Single Source of Truth“ sowie aktiver Rückhalt durch das Top-Management, um Teams auf gemeinsame Ziele auszurichten.

Zusätzlich empfiehlt der Report den Aufbau interner Dynamik. Dafür seien Fürsprecher, Experimentierräume und leistungsbezogene Anreizsysteme notwendig, die datenbasierte Entscheidungen nachhaltig fördern.

Gain Theory verankert den Ansatz im Change Management. Ziel ist es, Marketing-Insights in dauerhaften wirtschaftlichen Impact zu überführen.

Die Ergebnisse basieren auf einer im ersten Quartal 2026 durchgeführten Umfrage unter leitenden Marketingverantwortlichen aus verschiedenen Branchen und Regionen. Die Erhebungen erfolgten anonym und wurden in den Ergebnissen zusammengefasst.