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Ströer

Vorstandbeben nach Co-CEO-Ausstieg

Mit dem überraschend frühen Abschied von Co-CEO Christian Schmalzl und einer umfassenden Neuordnung des Vorstands zieht Gründer Udo Müller die Führungsstränge bei Ströer enger zusammen. Gleichzeitig treibt er den Wandel in Richtung Plattform-Modell weiter voran.
Udo Müller wir alleiniger CEO von Ströer. (Foto: Ströer)
Udo Müller wir alleiniger CEO von Ströer. (Foto: Ströer)

Ströer stellt seinen Vorstand neu auf und setzt dabei auf eine schlankere Führungsstruktur. Co-CEO Christian Schmalzl legte sein Mandat zum 31. März 2026 nieder und verlässt das Unternehmen damit deutlich früher als geplant – sein Vertrag lief eigentlich bis 2028.

Der deutsche Out-of-Home-Marktführer begründet die Veränderungen mit dem Ziel, die Organisation zu vereinfachen und Entscheidungswege zu verkürzen. In diesem Zuge verabschiedet sich Ströer vom bisherigen Co-CEO-Modell. Gleichzeitig wird die Rolle des Finanzvorstands erweitert: Künftig soll sie auch operative Verantwortung als CFO/COO bündeln.

Udo Müller wieder alleiniger CEO

Unternehmensgründer Udo Müller übernimmt wieder die alleinige CEO-Rolle. Er wird sowohl das operative Geschäft als auch die strategische Weiterentwicklung verantworten – in einer Phase, die Ströer als zentral für den laufenden Transformationsprozess einstuft. Mit der neuen Struktur will das Unternehmen schneller entscheiden und handeln sowie den Wandel hin zu einem stärker plattformbasierten Geschäftsmodell beschleunigen. Mit dieser Technologie-getriebenen Strategie soll das OoH-Kerngeschäft weiter gestärkt werden.

„Nach mehreren erfolgreichen Jahren in der Co-CEO-Struktur führen wir die Verantwortlichkeiten im Vorstand wieder enger zusammen. Mit der neuen Struktur schaffen wir die Voraussetzungen, Ströer in der nächsten Phase der Unternehmensentwicklung schneller, fokussierter und schlagkräftiger zu steuern – und unsere Transformation hin zu einem Plattformgeschäft konsequent voranzutreiben“, sagt Udo Müller.

DooH-Strategie: Ströer setzt alles auf AI

CFO geht zum Juni

Auch im Finanzbereich kommt es zu Veränderungen: CFO Henning Gieseke verlässt das Unternehmen zum 4. Juni 2026. Die Suche nach einem Nachfolger, der dann die neu geschaffene CFO/COO-Rolle übernehmen soll, befindet sich laut Ströer im fortgeschrittenen Stadium.

Zur weiteren Stärkung der Finanzorganisation führt Ströer zudem die Position eines Group Finance Directors ein. Diese übernimmt künftig Bastian Keller, bisher Head of Controlling.

Ströer dankt sowohl Christian Schmalzl als auch Henning Gieseke für ihre Arbeit und ihren Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren.