Die neuen AWK Insights, eine Online-Befragung von AWK Aussenwerbung zum Freizeit- und Reiseverhalten, kommen zu dem Ergebnis, dass viele Menschen in Deutschland im kommenden Sommer 2026 zu Hause bleiben. Vor allem der Krieg im Nahen Osten und all seine Folgen sind dabei die Hauptgründe. Das geht aus der neuen Awk Insights hervor.
Demnach sind vor allem Sicherheitsbedenken und hohe Kosten Argumente, die Urlaubstage im eigenen Land zu verbringen.
Ende des Sommerlochs
Zwischen Juli und August werden damit knapp 60 Prozent der Deutschen zu Hause bleiben. Gute Nachrichten für die deutsche Tourismusbranche, aber auch für den Einzelhandel. Ebenso können sich Außenwerber darauf einstellen, dass der Großteil der einheimischen Bevölkerung auch in den heißen Monaten als Werbekontakte in Frage kommen.
„Das ‚Sommerloch‘, das heißt die vermeintliche Verwaisung der Städte in der Ferienzeit, entpuppt sich aufgrund unserer Befragung endgültig als Mythos“, sagt Jochen Gutzeit, Geschäftsführer von AWK Aussenwerbung.
Fußball-WM ohne Sogeffekt
Zudem reisen laut der Umfrage nur wenige Deutsche zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Mexiko, die USA oder Kanada. Wechselnde Bestimmungen zur Einreise in die Vereinigten Staaten erschweren es, einen Aufenthalt zu planen. Hinzu kommen hohe Ticket- und Hotelkosten in den Gastgeberländern. Laut AWK machen sich nur 1,3 Prozent der Deutschen auf den Weg zum Großereignis — 2,5 Prozent hatten die Reise geplant, mittlerweile aber wieder verworfen.
Auch diese Entwicklung könnte den Konsum während des Sommers antreiben. 11 Prozent haben sich vorgenommen, zum Public Viewing zu gehen. Unter männlichen 18- bis 24-Jährigen sind es sogar rund 24 Prozent. Dann muss ja nur das Wetter und die Nationalmannschaft mitspielen und einem erfolgreichen Sommer für Menschen und Wirtschaft steht nichts mehr im Weg.

