Die Hochschule Hamm-Lippstadt baute gemeinsam mit AV-Integrator ICT eine Lagerhalle in ein modernes VFX-Studio um. Dafür setzten die Projektverantwortlichen LEDs von Infiled, Prozessoren von Brompton und Software von AV Stumpfl ein.
Das fertige Studio ist in drei LED-basierte Bereiche aufgeteilt. Dazu hat es einen Kontrollraum, einen Motion-Capture-Bereich und eine 360-Grad-Audioumgebung. Zudem verfügt es über eine Kamera- und Grip-Infrastruktur.
Zwei Infiled-LED-Serien im Einsatz
Im Zentrum des VFX-Studios steht eine große, gebogene LED-Wall. Sie misst 19 mal 4 Meter und besteht aus zwei Infiled-Serien. Die DB-Serie des spanischen Herstellers setzt man für die geraden Ebenen ein, die Xmk2-Panels sind für die gebogenen Flächen installiert. Beide sind mit der Cold-LED-Technologie ausgestattet. Dadurch hat die Oberfläche laut Infiled eine Temperatur von 35 Grad — gegenüber 75 Grad von konventionellen Systemen. Somit senke sich auch der Bedarf an Klimatisierung im Studio.

Die LED-Serien haben jeweils einen Pixelpitch von 1,56 Millimetern und eine Bildwiederholrate von 7.680 Hertz. Zudem ist die Dynamic-Calibration-Technologie von Brompton integriert. „Dabei wird die Rohleistung jedes einzelnen Pixel analysiert und exakt auf den benötigten Farbwert kalibriert. Dadurch lassen sich unterschiedliche LED-Panels kombinieren“, sagt Oliver Dier, Technical Solutions Manager EMEA bei Brompton.
Pixel werden mit Refresh Rate der Kameras synchronisiert
Insgesamt sind zehn Tessera SX40-Prozessoren von Brompton im Einsatz. Ihre Daten verteilen 19 XD-Einheiten. Wenn unterschiedliche Kameras im Einsatz sind, synchronisiert das Tessera Shuttersync außerdem jeden Pixel mit der Refresh-Rate der Kamera.

Das Studio verfügt zudem über eine 3 mal 3 Meter große und zwei Tonnen schwere LED-Wall — von Novastar Processing und ICT entwickelt und gebaut. Sie lässt sich bis zu 60 Grad neigen und in einer motorisierten Konstruktion hoch- und runterfahren.
Pixera-Software kann auf Unreal Engine 5 zugreifen
Die Pixera-Software von AV Stumpfl steuert die Echtzeit-Wiedergabe und Synchronisation aller LED-Elemente. Dabei kann die Plattform auf die Inhalte der Unreal Engine 5 zugreifen.
Der Bau des VFX-Studios dauerte von August 2023 bis Juli 2025. Künftig soll es Forschung, Ausbildung und Medienproduktion genutzt werden.

