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Manhattan

25 LED-Trucks provozieren Google

Mit einer Guerilla-DooH-Aktion protestiert das Brillen-Unternehmen Blacksheep vor Googles Büro in New York City. Hintergrund ist ein Streit um Werbekosten nach einem TV-Auftritt bei NBC.
Ein LED-Truck zeigt die Botschaft "Shame on you, Google" im Rahmen der DooH-Protestaktion. (Foto: Bruno Gasperini)
Ein LED-Truck zeigt die Botschaft „Shame on you, Google“ im Rahmen der DooH-Protestaktion. (Foto: Bruno Gasperini)

Der Brillenanbieter Blacksheep ließ 25 LED-Trucks vor dem Google-Gebäude in Manhattan auffahren. Die synchronisierten Inhalte zeigten dabei die Botschaft: „Shame on you, Google“. Blacksheep richtete die Aktion gegen aus eigener Sicht ungerechtfertigte Werbekosten von Google.

Dabei war der Ausgangspunkt ein Beitrag der NBC-Sendung „Today Show“, in dem eine Acht-Dollar-Brille von Blacksheep gegen ein 350-Dollar-Modell getestet wurde. Dabei schnitten die Blacksheep-Brillen besser ab als die Konkurrenz. Nach dem Beitrag stiegen die Google-Suchanfragen für Blacksheep stark an.

Technischer Fehler führt zu 404-Website

Wegen der vielen Anfragen hatte Blacksheep nach eigenen Angaben eine führende organische Platzierung in den Ergebnissen. Dann soll ein technischer Fehler dazu geführt haben, dass man nicht auf die Blacksheep-Website weitergeleitet wurde. Stattdessen zeigte die Website die 404-Fehlermeldung.

Nutzer wichen daraufhin auf bezahlte Google-Anzeigen aus. Das kostete das Unternehmen nach eigenen Angaben 80.000 Dollar innerhalb eines Tages, die es an die Suchmaschine zahlte.

Google verweigert Rückzahlung

Der Tech-Konzern habe daraufhin laut Blacksheep nur mit Standardantworten reagiert und Gutschriften abgelehnt.

Die Aktion mit Guerilla-DooH trägt zum rebellischen Image des Brillenhändlers bei. (Foto: Blacksheep)
Die Aktion mit Guerilla-DooH trägt zum rebellischen Image des Brillenhändlers bei. (Foto: Bruno Gasperini)

„Google nutzte sein Suchmonopol, um einen Fehler in der eigenen Plattform zu monetarisieren, und beraubte uns der Vorteile unseres eigenen organischen Erfolgs. Wir werden nicht schweigen“, sagte Pierre Wizman, Gründer von Blacksheep. Das Unternehmen kündigte mögliche rechtliche Schritte an, darunter eine Kartellklage. Google hat sich zu den Vorwürfen noch nicht öffentlich geäußert.

Die Guerilla-DooH-Aktion Blacksheep schließt dabei an die Markenwahrnehmung aus dem TV-Beitrag an. Während Zuschauer sahen, dass das Unternehmen der teureren Konkurrenz mit niedrigeren Preisen bei gleicher oder sogar besserer Qualität den Kampf ansagt, geht es jetzt gegen einen der führenden globalen Tech-Konzerne.