Das Montana Heritage Center in Helena ist nun eröffnet: Das Museum verbindet LED-Displays, Projektionen, Raumklang, Lichttechnik und bewegungsgesteuerte Inhalte zu einem durchgängigen Erlebnis. So tauchen Besucher an neun interaktiven Stationen in die Geschichte des US-Bundesstaats ein.
Das Konzept entwickelte Electrosonic. Insgesamt verteilen sich 42 LED-Flächen von SNA Displays auf neun Ausstellungen. Zum Einsatz kommen Fine-Pitch-LEDs mit Pixelabständen von 1,2, 1,9 und 2,5 Millimeter.
Das Designstudio RLMG entwickelte die interaktiven Medieninhalte. Die Installationen reagieren dabei auf Berührungen und Bewegungen der Besucher und stimmen Bild, Ton und Licht aufeinander ab.
LED-Fluss an der Decke
Den Rundgang eröffnet die Homeland Gallery. Besucher betreten den Bereich durch einen Eingangsraum mit Projektionen, integrierten LED-Elementen und einer geschwungenen LED-Decke, die einen Fluss nachbildet. Farben und Klangkulisse wechseln je nach Thema und führen in die weiteren Ausstellungen.
In den Galerien greifen die Installationen Themen wie die Geschichte indigener Gemeinschaften, die Tierwelt, den Bergbau und den Transport auf. Viele Inhalte präsentiert das Museum in den ursprünglichen Sprachen der souveränen indigenen Nationen Montanas.
Ab ins digitale Bergwerk
Zu den zentralen Attraktionen zählt die Mineshaft Experience. Dort simulieren LED-Videowände, Raumklang, Lichtinszenierungen und ein vibrierender Boden die Fahrt eines Bergarbeiters unter Tage. Besucher starten die Sequenz selbst, indem sie an einem Seil in einem nachgebauten Förderkorb ziehen. Anschließend zeigen historische Aufnahmen und digitale Rekonstruktionen die Arbeitsbedingungen im Bergwerk.

Weitere Stationen sind „Moving Through Time“ mit einer großen konkaven LED-Wand und synchronisiertem Soundtrack sowie das „Sovereign Nations Tipi“. Dort lösen Bewegungssensoren und interaktive Touchpoints Geschichten und Szenen aus dem Dorfleben aus.
Nach Angaben von SNA Displays dienen die LED-Systeme nicht als einzelne Attraktionen. Stattdessen integrierte das Projektteam Videowände, schmale vertikale Displays und architektonische LED-Elemente direkt in die Ausstellungen und unterstützt damit die Erzählung im gesamten Museum.

