Die weltweiten Werbeausgaben für Out-of-Home stiegen 2025 um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus dem „Global Out of Home Expenditure Report 2026“ der World Out of Home Organization, WOO, hervor. Für 2026 rechnet die Organisation mit einem Anstieg auf 56,4 Milliarden US-Dollar, was 5,1 Prozent der weltweiten Werbeausgaben entspräche.
Der jährliche Bericht wertet mehr als 100 Antworten aus 85 Märkten aus, die zusammen etwa 95 Prozent des weltweiten BIP abdecken. Er erfasst Investitionen sowohl in klassische als auch in digitale Out-of-Home-Medien.
APAC bleibt größter Markt
Asien-Pazifik dominiert weiterhin den globalen OoH-Markt mit 29,7 Milliarden US-Dollar, das entspricht rund 55 Prozent der weltweiten Ausgaben. Nordamerika folgt mit 10,3 Milliarden US-Dollar, knapp vor Europa mit 10,2 Milliarden US-Dollar. Lateinamerika kommt auf 2,9 Milliarden US-Dollar, Afrika auf 1,2 Milliarden US-Dollar.
China bleibt mit 18,2 Milliarden US-Dollar der größte Einzelmarkt weltweit, gefolgt von den USA mit 9,5 Milliarden US-Dollar. Japan, Großbritannien, Deutschland (1,71 Milliarden US-Dollar), Frankreich, Brasilien, Südkorea, Australien und Italien vervollständigen die Top 10 der Märkte nach Ausgaben. In Deutschland lag der Anteil von DooH an den gesamten Werbeausgaben im ersten Halbjahr 2026 erneut über 10 Prozent.
DooH nähert sich der Hälfte der globalen Umsätze
Digital Out-of-Home trieb das Branchenwachstum 2025 weiter an und erzielte Umsätze von 25,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 47 Prozent der gesamten OoH-Ausgaben. Für 2026 rechnet die WOO mit einem DooH-Anteil von 49 Prozent bei Umsätzen von 28 Milliarden US-Dollar.

Die APAC-Region weist dabei wiederum die höchste digitale Durchdringung auf: DooH macht dort 55,7 Prozent der regionalen OoH-Umsätze aus. Europa folgt mit 41,3 Prozent, vor Nordamerika mit 36,9 Prozent, Lateinamerika mit 27,7 Prozent und Afrika mit 18 Prozent.
Programmatic DooH erzielte 2025 weltweit Umsätze von 2,1 Milliarden US-Dollar, das entspricht 8,4 Prozent der gesamten DooH-Umsätze. Die WOO hat gemeinsam mit PWC eine unabhängig geprüfte Studie gestartet, um die globale Messung programmatischer Umsätze konsistenter zu gestalten.
WOO-Präsident Tom Goddard sagte, der Bericht zeige den anhaltenden Wandel der Branche hin zu digitalen Formaten und liefere dem Markt zugleich einen umfassenden globalen Vergleichswert für OoH-Werbeinvestitionen.

