Die komplette Medientechnik im Forschungsneubau Cyber Valley I in Tübingen läuft über AV-over-IP. Geplant hat sie das Stuttgarter Büro Wireworx, das Audio-, Video- und Steuersignale auf ein IP-Netz gelegt hat, das sich Bandbreite und Kabelwege mit dem Verwaltungsnetz der Universität teilt.
Das Konzept entwickelte Wireworx gemeinsam mit der IT-Abteilung der Eberhard Karls Universität Tübingen. Klassische Punkt-zu-Punkt-Verkabelung entfällt weitgehend, Quellen und Senken sind gebäudeweit routbar. Die Medientechnik bleibt damit keine Insellösung, sondern läuft in einer Infrastruktur, die die Hochschul-IT dauerhaft betreut.
Ein System liefert digitale Inhalte
Im gebäudehohen Atrium hängt eine LED-Wand im Sonderformat, die angrenzenden Hörsäle haben freistehende LED-Wände und lassen sich über transparente Faltwände zum Foyer öffnen. Ein Digital Signage-System bespielt die LED-Wand im Foyer sowie die digitalen Türschilder mit Stundenplänen und Raumbuchungen. Kameras übertragen Veranstaltungen latenzfrei in alle Räume.
Vier Bereiche erhielten Sprachbeschallung und Induktionsschleifen. Die Lautsprecher legte Wireworx über Akustiksimulationen nach DIN 18041 aus.
„Ein großer Teil der Planungsarbeit lag darin, AV-over-IP so in die IT-Landschaft der Universität einzubetten, dass es von den hauseigenen IT-Technikern nachhaltig betrieben werden kann“, sagt Johannes Sprondel, Geschäftsführer von Wireworx.
Der Neubau ist das erste eigene Gebäude des Cyber Valley und ging im November 2025 an die Universität Tübingen.

