LG Electronics baut seine Zusammenarbeit mit Nvidia im Bereich Robotik weiter aus. Im Mittelpunkt steht die Data Factory am LG-Forschungscampus in Yangjae, Seoul. Dort entstehen große Datensätze für die Entwicklung, das Training und den Einsatz von Robotern.
LG und Nvidia unterzeichneten am 13. August in Santa Clara eine strategische Absichtserklärung. Kurz darauf trafen sich Führungskräfte beider Firmen in Seoul. Dort planten sie die nächsten Schritte der Kooperation. Ziel ist es, neue Robotik-Lösungen schneller zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
Ein Datenkreislauf für Roboter
LG verknüpft Daten aus jahrzehntelanger Fertigungs- und Logistikerfahrung mit Nvidias Robotik- und Physical-AI-Technologien. Dazu zählen unter anderem Nvidia Omniverse, Nvidia Cosmos und die Plattform Nvidia Isaac.
Daraus entsteht ein Datenkreislauf. Roboter sammeln Daten in echten Einsatzumgebungen. Die Daten werden dann aufbereitet und erweitert. Anschließend fließen sie zurück ins Training der Systeme.
Cloid-Roboter trainieren realitätsnah
In der Data Factory trainieren LG-Cloid-Roboter unter realitätsnahen Bedingungen. Dazu zählen Reinigungsaufgaben im Haushalt, simulierte Fertigungsabläufe und Logistikautomatisierung. Bis Ende des Jahres sollen die Trainingsdaten zusammen 100.000 Stunden umfassen.

Die gewonnenen Daten fließen außerdem in LGs Robot Foundation Model ein. Es soll die Leistungsfähigkeit humanoider Roboter verbessern. Damit baut LG seine Robotik-Kompetenzen gezielt aus. Das reicht von einzelnen Bauteilen wie Aktuatoren bis zu kompletten Hardware- und Softwarelösungen.
Dafür hat LG im vergangenen Monat ein eigenes Robotics Business Center eingerichtet. LG hat seine Position in der Industrie- und Service-Robotik bereits ausgebaut. Nun plant der Konzern den Einstieg in die Haushaltsrobotik.

