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PC vs SoC

LG setzt neue Maßstäbe für SoC-Leistung

System-on-Chip-Plattformen versprechen seit langem, externe Mediaplayer überflüssig zu machen. Laut einem neuen Benchmark-Bericht von SignageOS hat LGs WebOS 9.0 einen Meilenstein erreicht: Die Premium-Serie UP5Q besteht als erste Display-Plattform alle Test-Szenarien.
LGs WebOS 9.0 auf dem Display UP5Q erreicht erstmals 100-prozentige Leistungsparität mit einem Windows-PC. (Foto: invidis)
LGs WebOS 9.0 auf dem Display UP5Q erreicht erstmals 100-prozentige Leistungsparität mit einem Windows-PC. (Foto: invidis)

Im SignageOS-Benchmark besteht LG UP5Q als erste Display-Plattform alle 60 Test-Szenarien und wird damit so leistungsstark wie ein Windows-PC. Der Bericht richtet sich an Integratoren, CMS-Anbieter und Endnutzer und zeigt, welche Hardware zu welchen Aufgaben passt.

Die UP5Q spielte zudem als erstes WebOS-Display lückenlos UHD-Videos mit H.265-Kodierung in beiden Ausrichtungen ab. Ein Wechsel von Full HD zu UHD führt zu keinen Leistungseinbußen. Auch drei anspruchsvolle HTML5-Workloads meistert die UP5Q – News, Wetter, Sports-Apps mit dutzenden animierten Elementen gleichzeitig.

Stan Richter, CEO bei SignageOS, mit dem Benchmark-Bericht (Foto: SignageOS)
Stan Richter, CEO bei SignageOS, mit dem Benchmark-Bericht (Foto: SignageOS)

LGs Mainstream-orientierte Serie UH5Q besteht 54 von 60 Szenarien. Sie genügt für alle Full-HD-Aufgaben: Multi-Playlist-Wiedergabe, Mixed Media, Streaming, synchrone Video Walls. Bei UHD und komplexen HTML5-Anwendungen braucht es die UP5Q.

Ein praktischerer Ansatz beim Benchmarking

Statt sich auf eine einzelne Gesamtnote zu verlassen, teilt der Bericht Ergebnisse in 15 einzelne Test-Kategorien auf und ermöglicht es den Stakeholdern, die Leistung direkt an die Anforderungen ihrer Implementierung abzugleichen.

Ein Kunde, der beispielsweise ein Full-HD-Menü-Board-Netzwerk plant, kann andere Kriterien bewerten als ein Betreiber, der ein UHD-Lobby-Display im Unternehmen einsetzt oder eine synchronisierte Multi-Screen-Videowall. Dieser granulare Ansatz macht es Integratoren und Endnutzern leichter zu bestimmen, welche Hardware-Ebene am besten zu ihrer Content-Strategie passt.

Der Benchmark vergleicht auch beide LG-Display-Ebenen mit einem dedizierten Windows-11-basierten Mediaplayer und bietet damit eine nützliche Referenz für Projekte, bei denen externe Rechenleistung weiterhin Teil der Design-Überlegung ist.

SoC-Displays schließen die Leistungslücken schneller

„Jede SoC-Generation, die wir testen, schließt Lücken, die die vorherige nicht konnte“, sagt Lukas Danek, CPO und Co-Gründer von SignageOS. „WebOS 4.0 hatte Probleme mit gleichzeitigen Wiedergabelisten, WebOS 6.0 löste das, aber nicht UHD, und jetzt hat UP5Q diese Lücke auch geschlossen. Der Schluss für Käufer ist: SoC-Displays holen bei den Mainstream-Anforderungen der Signage nicht mehr auf. Sie haben sie bereits überflügelt, und die Frage ist geworden, wie viel Leistungsreserve man für das Kommende haben möchte.“

SignageOS-Benchmarking (Foto: SignageOS)
SignageOS-Benchmarking (Foto: SignageOS)

Derzeit treiben Speicherpreise die Kosten für externe Player nach oben. Das macht SoC-Displays wirtschaftlich noch attraktiver. Nur bei großen AI-Projekten, hochinteraktiven Anwendungen und komplexen Installationen bleibt dedizierte Hardware sinnvoll. Viele Standard-Deployments laufen jetzt nativ auf dem Display.

Was das für den Markt bedeutet

Der Report validiert LGs WebOS-Strategie unabhängig. Für Integratoren zeigt er praktisch, welche Hardware zu welcher Aufgabengröße passt.

Wichtiger noch: Die Branche verabschiedet sich von der Frage, ob SoC-Displays „gut genug“ sind. Die neue Frage heißt: Welche Leistungsklasse bietet mir das beste Preis-Skalierungs-Verhältnis?

Kommentar: Warum SoC jetzt die rationale Wahl ist