Zwei LED-Videowände im Stadio Diego Armando Maradona in Neapel brauchten eine Stromüberholung. Während der Inbetriebnahme traten Probleme mit der Elektrizität und Überhitzung auf, die Installation kam zum Stillstand.
Beide Displays haben zusammengerechnet eine Fläche von mehr als 270 Quadratmetern. Ein Screen verfügt über einen 10-Millimeter-Pixelpitch, der andere über einen mit 8 Millimetern. Die Systeme sind an gegenüberliegenden Enden des Stadions montiert.
Das Problem: Die Stromversorgung des Stadions schaltete immer wieder ab, wenn die Displays unter Last gingen. Die Projektverantwortlichen holte deshalb Vero LED dazu.
Der neapolitanische Systemintegrator untersuchte die Stromversorgung mit Stromqualitätsanalysator und Wärmekameras. Das Ergebnis: Der Leistungsfaktor lag nur bei etwa 0,50, die Stromverzerrungen waren hoch. Verantwortlich dafür waren Netzteile ohne Blindleistungskompensation. Sie überlasteten die Neutralleiter, sodass die Schutzvorrichtungen permanent abschalteten — selbst bei mittlerer Belastung.
3.000 neue Netzteile
Zwischen zwei Heimspielen des SSC Neapel tauschte darauf Vero LED rund 3.000 Netzteile aus. Zum Einsatz kommen fortan Mean-Well-RSP-320-5-Modelle, die aktive Blindleistungskompensation nutzen.
Das Team verlegte zudem die DC-Verteilungskabel, um Spannungsverluste zu senken, und kalibrierte die Empfängerkarten sowie die Startketten der Displays neu.
43 Prozent weniger Spitzenlast
Nach der Überholung teste Vero LED erneut den Leistungsfaktor. Neues Ergebnis: 0,97. Die Spitzenlast sank dabei von rund 140 Kilowatt auf 80 Kilowatt, was etwas 43 Prozent weniger sind. Daraufhin gaben die örtlichen Behörden die Displays frei.
Die Wärmemessungen führten dazu, dass Vero LED die maximale Helligkeit auf 5.000 Nits begrenzte – statt der spezifizierten 8.000 Nits. Vero LED sagte, die niedrigere Einstellung reduziert thermische Belastung bei ausreichender Helligkeit für die Stadionumgebung.

