Der kanadische DooH-Anbieter Vertical City betreibt jetzt 10.000 Aufzug-Screens in Kanada und den USA. Das Unternehmen aus Toronto bindet digitale Werbung in die Kommunikationssysteme von Aufzügen ein.
Bis Anfang 2027 will Vertical City nach eigenen Angaben das größte Aufzug-Screen-Netzwerk Nordamerikas betreiben. Wie hoch der aktuelle Marktanteil ist und wie viele Screens dafür noch fehlen, sagt das Unternehmen nicht.
Vertical City setzt nicht nur auf eigenständige Werbedisplays, sondern arbeitet mit Aufzugherstellern zusammen. Das Unternehmen liefert die Software für Displays, die fest im Aufzug verbaut sind. Diese zeigen Notfallinformationen, Etagenanzeigen, Gebäudemitteilungen und Werbung. Bringen Hersteller vernetzte Aufzüge in den Markt, wächst damit auch das DooH-Inventar von Vertical City.
Aufbau auf vorhandener Infrastruktur
Zu den Partnern zählen der Aufzughersteller Kone und Mad Elevator, ein Zulieferer für Aufzugausstattung und Kommunikationssysteme.
Auch neue Sicherheitsvorgaben für Aufzüge spielen vernetzten Displays in die Hände. Moderne Anlagen setzen zunehmend auf Videoüberwachung und visuelle Kommunikation, um Fahrgästen im Notfall zu helfen. Die Software von Vertical City zeigt auf diesen Screens Betriebsinformationen und Gebäudenachrichten neben Werbeinhalten.
„Sobald Screens Teil des Aufzugs selbst wurden, hat sich das Modell verändert“, sagt Fouad El-Masri, CEO und Mitgründer von Vertical City. „Die Integration in diese Infrastruktur verändert die Wirtschaftlichkeit und das Tempo, mit dem ein Mediennetzwerk wachsen kann.“
Gebäudebetreiber brauchen so kein separates Werbegerät. Gleichzeitig gewinnen sie einen zusätzlichen Kanal zu Mietern, Bewohnern und Besuchern.
Kampagnen über mehrere Märkte
Mit 10.000 Screens wächst auch die Reichweite von Vertical Impression. Die Vermarktungssparte des Unternehmens bringt Werbekunden und Agenturen mit dem Aufzugpublikum in Kanada und den USA zusammen.
Für die Vermarktung arbeitet Vertical City zudem mit Screenverse zusammen. Beide Unternehmen richten das Netzwerk auf überregionale und landesweite Kampagnen aus. Sie verweisen dabei darauf, dass Menschen in Wohn-, Büro- und anderen Gebäuden die Screens wiederholt sehen.
Anders als klassische OoH-Flächen an Straßen erreichen Aufzug-Screens ihr Publikum auf kurzen, wiederkehrenden Fahrten innerhalb von Gebäuden. Zahlen zur Reichweite oder zur regionalen Verteilung der 10.000 Screens nennt Vertical City nicht.
Das Unternehmen will weiter über seine Partnerschaften mit Aufzugherstellern wachsen. Dafür nutzt es vernetzte Displays, die ohnehin Betriebs- und Sicherheitsfunktionen erfüllen.

