Moment Factory hat den Innenhof des National Geographic Museum of Exploration in Washington D.C. in eine nächtliche Unterwasserwelt verwandelt. Das Multimedia-Studio aus Montreal setzt dafür Projection Mapping, interaktive Medien und räumlichen Klang ein.

Die 17-minütige Show heißt Wonders of Our World: Ocean. Sie zeigt Aufnahmen von Forschern, die National Geographic fördert. Moment Factory kombiniert sie mit eigenen visuellen Effekten zu Meereslandschaften und Begegnungen mit Meerestieren. Show und Museum haben am 26. Juni eröffnet. Das Museum ist Teil des Umbaus der Zentrale der National Geographic Society.
Smart Glass als Projektionsfläche
Projektionen auf die Architektur, hochauflösende LED-Displays, dynamisches Licht und räumlicher Klang umgeben die Besucher mit Bildern aus der Tiefe.
Im Zentrum steht die Fassade des Museumspavillons aus Smart Glass, also schaltbarem Glas. Sie dient als Projektionsfläche und erzeugt zugleich Effekte mit Transparenz, Tiefe und dreidimensionalen Illusionen. Moment Factory hat die Technik gemeinsam mit den Architekten in das Gebäude integriert.

Smart Glass, Displays im Inneren und Außenprojektionen legen mehrere Bildebenen übereinander. Nach Angaben der National Geographic Society ist der Pavillon der weltweit größte Einsatz von Smart Glass für eine solche Projektionsshow.
Vor der Show laufen die Besucher im Innenhof über interaktive Bodenprojektionen, begleitet von atmosphärischem Licht. Nach der Show reagieren die Projektionen auf ihre Bewegungen und erinnern an biolumineszente Meerestiere. Eigens komponierte Musik begleitet die Bilder.
Drittes Moment-Factory-Projekt im Museum
Die Nachtshow ist eines von drei Erlebnissen, die Moment Factory für das Museum entwickelt hat. Das Studio arbeitete auch an Geoverse mit, einer interaktiven Lernumgebung zu Geografie und Naturlandschaften. Dazu kommt die Ausstellung Photo Ark: Animals of Earth mit Tierfotos des National-Geographic-Fotografen Joel Sartore.

Das Museum bietet auf mehr als 9.000 Quadratmetern immersive Galerien, interaktive Ausstellungen und einen renovierten Theatersaal. Mit der Nachtshow verlängert es sein Programm in den Abend und nutzt das eigene Gebäude als Displayfläche.

