Über Private Marketplaces liefen 2025 weltweit 75,7 Prozent der programmatischen DooH-Ausgaben. Das zeigt der zweite Teil einer Studie der World Out of Home Organization, kurz WOO. Sie untersucht, wie Programmatic DooH eingekauft und verkauft wird.
Programmatic DooH setzt damit weiterhin vor allem auf private Deals statt auf offene Auktionen. Auch bei den Einkaufsplattformen liegen die Spezialisten vorn. 65,5 Prozent der Ausgaben liefen über OoH-spezialisierte DSPs. Omnichannel-DSPs kamen auf 34,5 Prozent.
Laut WOO spielen spezialisierte Plattformen und etablierte Beziehungen zwischen Käufern und Verkäufern damit weiterhin eine wichtige Rolle. Das gelte, obwohl Programmatic DooH zunehmend in den übrigen digitalen Mediaeinkauf eingebunden wird.
Retail-Kunden buchen am häufigsten
Retail war die größte Werbekundenbranche, gefolgt von Finanzen sowie Wirtschaft und Industrie. Unterhaltungselektronik wich deutlich vom Gesamtbild ab. Hier liefen 72 Prozent der programmatischen DooH-Ausgaben über Omnichannel-Plattformen.
Der Bericht ist der zweite Teil der Global pDooH Expenditure Study 2026 der WOO. Der erste Teil untersuchte die regionale Verteilung. Demnach erreichten die weltweiten pDooH-Ausgaben 2025 insgesamt 1,339 Milliarden US-Dollar. Das entspricht sieben Prozent aller DooH-Ausgaben.
Deutscher Markt hat höchsten programmatischen Anteil
Die USA waren mit 545,5 Millionen US-Dollar der größte Markt. Deutschland erreichte unter den großen Märkten mit 31,8 Prozent den höchsten programmatischen Anteil.
Grundlage der Studie sind vertrauliche Umsatzmeldungen von zwölf Supply-Side-Plattformen aus mehr als 40 Märkten. Die Beratungsgesellschaft PWC hat die Meldungen unabhängig zusammengeführt. Laut WOO hat PWC die zugrunde liegenden Daten jedoch weder geprüft noch unabhängig verifiziert. Wo Märkte nicht vollständig abgedeckt waren, rechnete die WOO mit Skalierungsfaktoren hoch. Die Zahlen sind daher als Schätzwerte für den Gesamtmarkt zu verstehen.
Beide Berichte sind hier abrufbar. Die WOO will die Studie jährlich wiederholen und dabei mehr Plattformen und detailliertere Marktdaten einbeziehen.

